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Heimsuchung - Eine Jahrhundertgeschichte
Beschreibung des Films und Credits
Ein malerisches Grundstück an einem See nahe Berlin, Schauplatz für Geschichten und Lebenswege der wechselnden Besitzer und ihrer Schicksale, die miteinander verwoben und von den historischen Erschütterungen des 20. Jahrhunderts geprägt sind. Beginnend in den 1930er Jahren erwirbt ein jüdischer Tuchfabrikant für seine Familie einen Teil des Grundstücks, muss den Besitz jedoch bald wieder verkaufen. Ein Architekt und seine Frau errichten auf dem benachbarten Teil ein Haus im modernen Stil der Zeit. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs versucht der Architekt sich in Ostberlin zu verwirklichen, scheitert jedoch im DDR-System und flieht mit seiner Frau in den Westen. Das Haus wird einer Schriftstellerin und ihrem Mann übertragen, die die Nazi-Zeit im sowjetischen Exil überlebten. Ihre Enkelin wird dort in den Jahren bis zum Mauerfall ihre Sommer verbringen. Mit der Wende beanspruchen die Erben des Architekten den idyllischen Ort, und wenn die Bulldozer anrollen, haben wir eine Vorstellung davon, was an Familiengeschichte und Tradition hier einfach ausgelöscht wurde.
Regisseur Volker Schlöndorff, der für seine Verfilmung von Günter Grass‘ Roman „Die Blechtrommel“ mit einem Oscar und der Goldenen Palme in Cannes ausgezeichnet wurde, widmet sich nun erneut einem Jahrhundertroman. Es ist die erste Verfilmung eines Buches der vielfach prämierten Schriftstellerin Jenny Erpenbeck, die nach intensiver Arbeit als Regisseurin an Theatern und Opern 1999 mit ihrem literarischen Debüt „Geschichte vom alten Kind“ Aufmerksamkeit erregte. Der Guardian zählt ihren autobiografisch inspirierten Roman „Heimsuchung“ zu den 100 besten Büchern des 21. Jahrhunderts; die New York Times sieht in Erpenbeck, die 2024 den International Booker Prize gewann, eine künftige Nobelpreisträgerin. Seit dem Schuljahr 2025/26 ist „Heimsuchung“ in zahlreichen Bundesländern Bestandteil des Abiturkanons.
Schlöndorff gelingt nicht nur ein einfühlsames Porträt deutscher Familientradition, sondern auch eine Metapher, die klarmacht, was der Westen dem Osten nach der Wende angetan hat. (programmkino.de)
Sondervorstellungen für Schulklassen
Wenn Sie mehr als 24 Schüler mobilisieren, zeigen wir Ihnen den Film auch in einer exklusiven Sondervorstellung am Vormittag oder Mittag. Sie können den Termin frei wählen. In Ludwigsburg im Luna Lichtspieltheater, in Fellbach-Schmiden im Orfeo-Kino.
Zu schon gebuchten Sondervorstellungen können sich auch kleine Gruppen nach Anmeldung anschließen.
Weitere Infos über gebuchte Sondervorstellungen, ermäßigte Eintrittspreise und ein Online-Formular für die Terminanfrage
- BRD 2026, 121 Min.
- Regie:
- Volker Schlöndorff (Rückkehr nach Montauk, Homo Faber, Ein Aufstand alter Männer, Tod eines Handlungsreisenden, Die Blechtrommel, Die verlorene Ehre der Katharina Blum, Der junge Törless)
- Drehbuch:
- Volker Schlöndorff
- Buchvorlage:
- Jenny Erpenbeck
- Bildgestaltung:
- Axel Schneppat
- Mit:
- Martina Gedeck, Lars Eidinger, Susanne Wolff, Michael Maertens, Ulrich Matthes, Detlev Buck, Maria Matschke, Angela Winkler, Ludwig Trepte, David Bennent u.a.
- FSK:
- Ab 12 Jahre Deskriptoren
Foto und Trailer zum Film
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