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DOK-Premiere Dokumentarfilme mit Regisseurgesprächen

Seit 2011 gibt es unsere Reihe DOK Premiere im Kino Caligari. Jeden Monat wird ein aktueller Dokumentarfilm gezeigt. Anschließend diskutieren die Macher mit dem Publikum. Die Bandbreite an Dokfilmen ist bewusst breit gehalten. Dies kommt gut an. Es geht um außergewöhnliche Filme und Themen, über die sich ein Gespräch lohnt. Zu Gast waren sowohl bekannte Filmemacher wie Michael Glawogger, Volker Koepp, Christian Frei oder Samir, als auch junge Talente mit ihren Filmen. Manche Filme zeigen wir bereits vor ihrem Kinostart, andere sind sogar Team-Premieren einer Produktion. Kuration und Moderation: Kay Hoffmann In Zusammenarbeit mit dem Haus des Dokumentarfilms Stuttgart

Informationen über den Film

07|2021

Foto aus dem Film
Heimat Natur

Textinformationen

So 18. Juli 2021 - 11:00 Uhr im Caligari-Kino

Im Anschluss an die Vorstellung fand ein Filmgespräch mit Regisseur Jan Haft statt.

Heimat ist da, wo wir aufwachsen oder uns dauerhaft niederlassen. Und diese Heimat ist stets auch von Natur geprägt. Diese verändert und gestaltet der Mensch heute mehr als jedes Naturgesetz. 
Jan Haft reist in seinem Film durch die Natur unserer Heimat, von den Gipfeln der Alpen bis an die Küsten und in die Tiefen von Nord- und Ostsee. Dazwischen liegt ein filmischer Streifzug durch dampfende Wälder, flirrende Moore, über rosablühende Heiden und die bunte Kulturlandschaft rings um unsere Dörfer und Städte. In außergewöhnlichen Bildern zeigt er diese Natur von ihrer schönsten Seite, und untersucht dabei den Zustand der heimischen Lebensräume. Zeitlupen- und Zeitrafferaufnahmen sowie intime Aufnahmen von wohlvertrauten und unbekannten Arten, manche zum ersten Mal gefilmt, machen den Film zu einem cineastischen Naturerlebnis.

BRD 2021, 100 Min.
Regie, Buch: Jan Haft
Kamera: Kay Ziesenhenne, Jan Haft, Jonas Blaha, Jonathan Wirth, Alexandra Sailer, Steffen Sailer, Tobias Friedrich

Trailer sehen:

FSK: ab 0

07|2021

Informationen zu den RegisseurInnen

Foto des Regisseurs/der Regisseurin

Jan Hafts Kinderzimmer glich einem Naturalien-Kabinett. Als Junge schwor er sich, für immer mit Tieren zu leben und  päter auch zu arbeiten. Der Weg dorthin begann mit seinem Zivildienst beim Landesbund für Vogelschutz Bayern und dem Studium der Geologie und Biologie. Anfang der 1990er Jahre begann er als Assistent beim Tierfilm. 1996 gründete er NautilusTV, aus der 2001 die nautilusfilm GmbH wurde, heute eines der erfolgreichsten Unternehmen in der deutschen Naturfilm-Branche. Bislang realisierte Haft für das öffentlich-rechtliche Fernsehen über 70 Naturfilme, die ihn rund um die Welt führten. Dabei spezialisiert er sich sowohl auf exotische Gegenden als auch heimische Lebensräume. Seine Produktionen mit nautilusfilm sind seit Jahren weltweit auf zahlreichen Festivals und Preisverleihungen erfolgreich.

Informationen über den Film

07|2021

Foto aus dem Film
Vor mir der Süden

Textinformationen

Sa 10. Juli 2021 - 17:30 Uhr im Caligari-Kino

Im Anschluss an die Vorstellung fand ein Filmgespräch mit Regisseur Pepe Danquart statt.

1959, Italien. Pier Paolo Pasolini setzt sich im ligurischen Badeort Ventimiglia in seinen Fiat Millecento und umrundet einmal die italienische Küste. Der Form des berüchtigten Stiefels folgend fährt er 3000 Kilometer bis hinauf nach Triest. Seine außergewöhnliche Reise gilt 60 Jahre später als einzigartiges Dokument europäischer Kulturgeschichte. Das im Zeichen des Wirtschaftswunders und des beginnenden Massentourismus prosperierende Italien beschrieb Pasolini mit einer großen Portion Hellsichtigkeit, Empathie und Witz.
In „Vor mir der Süden“ begibt sich Pepe Danquart auf Pasolinis Spuren. Die damalige Umrundung unternimmt auch Danquart als fliegender Flaneur im Fiat Millecento und blickt auf Umbrüche – nicht nur in einem Land, sondern auf einem ganzen Kontinent. So viel lässt sich über Europa erzählen, schaut man nur einmal genauer auf sein Eingangstor: Italien.

BRD 2019, 117 Min.
Regie, Drehbuch: Pepe Danquart
Bildgestaltung: Thomas Eirich-Schneider
Montage: Andrew Bird, Gregor Bartsch

Trailer sehen:

FSK: ab 0

07|2021

Informationen zu den RegisseurInnen

Foto des Regisseurs/der Regisseurin

Pepe Danquart gehört zu den bekanntesten Deutschen Regisseuren. Die Karriere des 1955 in Singen geborenen begann 1977 als Mitbegründer der Medienwerkstatt Freiburg (MWF). Zusammen mit seinem Bruder Didi Danquard drehte er bis 1991 über 30 Dokumentarfilme für das Filmkollektiv. 1994 kam der internationale Durchbruch mit dem Kurzfilm „Schwarzfahrer“, für den er mit einem Oscar ausgezeichnet wurde. Weitere, ebenfalls international hoch prämierte Dokumentarfilme folgten wie „Nach Saison“ (1994-1997), „Heimspiel“ (1999), „Höllentour“ (2004) und „Am Limit“ (2007). Seit den 90er Jahren dreht Pepe Danquart ausschließlich fürs Kino, auch fiktionale Stoffe. Er ist Mitglied der Academy of Motion Pictures Arts and Science, der Europäischen Filmakademie und ist Gründungsmitglied der Deutschen Filmakademie.

Informationen über den Film

11|2020

Foto aus dem Film
Narren

Textinformationen

Do 12. November 2020 - 17:00 Uhr im Caligari-Kino

Do 12. November 2020 - 20:00 Uhr im Caligari-Kino

Die DOK-Premiere mit den Regisseurinnen Wiltrud Baier und Sigrun Köhler musste im November 2020 wegen Corona entfallen.

Neuer geplanter Termin: im November 2021.

Warum nur wollen alle dabei sein beim Rottweiler Narrensprung, obwohl die Kostüme teuer, die Holzmasken unbequem und die Narren-Regeln überaus streng sind? Können Schwäbisch-Sprach-Tests und Video-überwachung die berühmte Rottweiler Fasnacht vor dem Ansturm auswärtiger Narren retten? Narrenmeister Christoph hat da seine Zweifel. Aber auf keinen Fall dürfen Frauen sich als Pferdchen verkleiden.

Über drei Jahre haben die Filmemacherinnen Sigrun Köhler und Wiltrud Baier in Rottweil gedreht. Sie entführen den Zuschauer mit ihrem humor- und liebevollen Blick in eine unbekannte Welt: Eine große archaische Feier von Leben und Tod mitten im hoch industrialisierten Deutschland.

BRD 2019, 93 Min.
Regie, Buch: Kamera: Wiltrud Baier, Sigrun Köhler

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11|2020

Informationen zu den RegisseurInnen

Foto des Regisseurs/der Regisseurin

Seit 2000 arbeiten Sigrun Köhler und Wiltrud Baier als Produktionsfirma/ Künstlergruppe „Böller und Brot“ zusammen. Schwerpunkt der gemeinsamen Arbeit ist der künstlerische Dokumentarfilm (in Personalunion Buch, Regie, Kamera, Montage). Ihre Filme wurden mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet, u.a. 2012 dem Grimme Preis. Beide haben an der Filmakademie Baden Württemberg studiert. Gemeinsam realisierten sie bisher sieben abendfüllende Dokumentarfilme zu den Themen „Zeit“ (How time flies), „Geld“ (Schotter wie Heu),
„Glaube“ (Der große Navigator), „Macht“ (Alarm am Hauptbahnhof) „Ruhm und Reichtum“ (Where's the beer and when do we get paid?), „Dichtung und Wahrheit“ (Wer hat Angst vor Sibylle Berg) und zuletzt „Dabei sein“ (Narren).