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DOK-Premiere Dokumentarfilme mit Regisseurgesprächen

Seit 2011 gibt es unsere Reihe DOK Premiere im Kino Caligari. Jeden Monat wird ein aktueller Dokumentarfilm gezeigt. Anschließend diskutieren die Macher mit dem Publikum. Die Bandbreite an Dokfilmen ist bewusst breit gehalten. Dies kommt gut an. Es geht um außergewöhnliche Filme und Themen, über die sich ein Gespräch lohnt. Zu Gast waren sowohl bekannte Filmemacher wie Pepe Danquart, Andres Veiel, Michael Glawogger, Volker Koepp, Christian Frei oder Samir, als auch junge Talente mit ihren Filmen. Manche Filme zeigen wir bereits vor ihrem Kinostart, andere sind sogar Team-Premieren einer Produktion. Kuration und Moderation: Kay Hoffmann In Zusammenarbeit mit dem Haus des Dokumentarfilms Stuttgart

Informationen über den Film

04|2023

Foto aus dem Film
Liebe Angst

Textinformationen

Mi 19. April 2023
19:30 Uhr
Caligari-Kino

Im Anschluss an die Vorstellung findet ein Filmgespräch mit Regisseurin Sandra Prechtel statt.

Lore war sechs Jahre alt, als ihre Mutter Marianne Seligsohn nach Auschwitz deportiert wurde. Kim ist die Tochter von Lore. Ein Leben lang hat ihre Mutter nicht gesprochen: nicht über Marianne, Kims Großmutter, nicht über das Versteck, in dem Lore als Kind überlebt hat, nicht über Tom, Kims Bruder, der sich das Leben genommen hat. Aber Kim will reden: über die Kindheit mit Lore, über Tom, über die beschädigten Leben beider.
Der Dokumentarfilm begleitet aus großer Nähe den Prozess der Annäherung zwischen Mutter und Tochter, ihre Wut, ihre Kraft, und eine Liebe, die immer da war, aber nicht gelebt werden konnte.

BRD 2022, 81 Min.
Regie: Sandra Prechtel
Buch: Sandra Prechtel, Kim Seligsohn

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04|2023

Informationen zu den RegisseurInnen

Foto des Regisseurs/der Regisseurin

Regisseurin Sandra Prechtel wurde 1969 in München geboren und lebt seit 1991 in Berlin. Nach dem Studium der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft, der Filmwissenschaft und der Politologie schrieb sie für das jetzt-Magazin, das ZEITmagazin und absolvierte ein Redaktionsvolontariat Kultur beim SFB. Seitdem arbeitet sie als Autorin und Regisseurin von Dokumentarfilmen, Buchautorin, verfasst Radio-Features und Beiträge für Radio und Fernsehen. Zu ihren filmischen Werken zählen „Roland Klick. The heart is a hungry hunter“ von 2013, „Die Ballkönigin“ von 2010 sowie „Sportsfreund Lötzsch“ von 2008.

Informationen über den Film

05|2023

Foto aus dem Film
Für die Vielen

Textinformationen

Mo 1. Mai 2023
19:30 Uhr
Caligari-Kino

Im Anschluss an die Vorstellung findet ein Filmgespräch mit Regisseur Constantin Wulff statt.

Im Direct-Cinema-Stil zeigt der Dokumentarfilm Menschen, deren individuelle Geschichten sich hinter abstrakten Begriffen wie Krise, Rezession und Arbeitsmarktverwerfungen verbergen.
Die rote Faust im Foyer der Arbeiterkammer Wien ist Symbol der historischen Errungenschaften der Arbeiterbewegung. Dass sich die Idee einer gesetzlichen Interessenvertretung für Arbeitnehmer*innen in der postmigrantisch und pandemisch geprägten digitalen Gegenwart nicht überlebt hat, zeigt die Nachfrage: Am Empfang herrscht reger Betrieb. Die Klientel ist divers, der Zugang niedrigschwellig, das Angebot vielfältig, der Umgang freundlich, die Haltung engagiert. Einblicke in die tägliche Praxis der Institution, von Beratungsgesprächen zum Arbeitsrecht, über Teamsitzungen und kulturelle Veranstaltungen hin zur Präsentation von wirtschaftswissenschaftlichen Analysen zur Vermögensverteilung geben dem Sozialstaat ein Gesicht.

Österreich 2022, 120 Min.
Regie, Buch: Constantin Wulff
Kamera: Johannes Hammel, Michael Schindegger

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05|2023

Informationen zu den RegisseurInnen

Foto des Regisseurs/der Regisseurin

Constantin Wulff, geboren 1962, lebt und arbeitet als Regisseur, Autor, Dramaturg und Produzent von Dokumentarfilmen in Wien. Zudem ist er Veranstalter und Kurator zahlreicher Dokumentarfilmreihen sowie Lehrbeauftragter für Dokumentarfilmgeschichte an der Filmakademie Wien. Für „In die Welt“ (2008) erhielt er 2009 den Großen Diagonale-Preis für den besten österreichischen Dokumentarfilm sowie den 3sat-Preis für den besten deutschsprachigen Dokumentarfilm. 2014 erschien sein Film „Ulrich Seidl und die bösen Buben“, der u.a. beim Zürich Film Festival, DOK Leipzig und IDFA lief. 2015 folgte sein Kinodokumentarfilm „Wie die Anderen“, der 2016 für den Österreichischen Filmpreis 2016 und Prix de Soleure 2016 nominiert war.