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DOK-Premiere Dokumentarfilme mit Regisseurgesprächen

Seit 2011 gibt es unsere Reihe DOK Premiere im Kino Caligari. Jeden Monat wird ein aktueller Dokumentarfilm gezeigt. Anschließend diskutieren die Macher mit dem Publikum. Die Bandbreite an Dokfilmen ist bewusst breit gehalten. Dies kommt gut an. Es geht um außergewöhnliche Filme und Themen, über die sich ein Gespräch lohnt. Zu Gast waren sowohl bekannte Filmemacher wie Pepe Danquart, Andres Veiel, Michael Glawogger, Volker Koepp, Christian Frei oder Samir, als auch junge Talente mit ihren Filmen. Manche Filme zeigen wir bereits vor ihrem Kinostart, andere sind sogar Team-Premieren einer Produktion. Kuration und Moderation: Kay Hoffmann In Zusammenarbeit mit dem Haus des Dokumentarfilms Stuttgart

Informationen über den Film

09|2022

Foto aus dem Film
Komm mit mir in das Cinema - Die Gregors

Textinformationen

Mi 7. September 2022
19:00 Uhr
Caligari-Kino

Im Anschluss an die Vorstellung findet ein Gespräch mit der Regisseurin Alice Agneskirchner statt.

Erika und Ulrich Gregor sind eine Institution des deutschen Kinos. 1970 eröffneten sie zusammen mit einigen MitstreiterInnen das Kino Arsenal in Berlin. Fortan zeigten sie vier Mal täglich Filme, Filme, Filme: alte deutsche Filme der Stummfilmzeit, Oberhausener Manifest, neue deutsche Filme der Jungen Autoren, Arbeiterfilme der 68er Bewegung, Filme gegen die Apartheid, Filme über den deutschen Nationalsozialismus, Dokumentarfilme, Spielfilme, Avantgarde-Filme – Filme aus der ganzen Welt. Die meisten dieser Filme konnte man im Deutschland einzig und allein im Arsenal ansehen.
1970 wurden die Gregors vom Berliner Senat mit der Leitung und der Organisation der neu geschaffenen Sektion der Berlinale: „Das Internationale Forum des Jungen Films“ beauftragt.
In einer assoziativen Montage verbinden sich in Agnes Agneskirchnners Dokumentarfilm Filmgeschichte, bundesdeutsche und Berliner Zeitgeschichte mit dem heutigen Leben der Gregors, flankiert von den Aussagen vieler Wegbegleiter. Filmemacher und Filmemacherinnen erzählen von dem Einfluss, den die Gregors auf sie persönlich hatten und zeichnen so ein lebhaftes Bild der Filmkultur von den 60er- und 70er-Jahren, dem Neuen Deutschen Film bis hin zu internationalen Independent Klassikern.

BRD 2022, 155 Min.
Regie, Buch: Alice Agneskirchner
Kamera: Jan Kerhart, Ines Thomsen

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09|2022

Informationen zu den RegisseurInnen

Foto des Regisseurs/der Regisseurin

Alice Agneskirchner, geboren in München, ist noch vor Mauerfall an die Filmhochschule nach Babelsberg gegangen. Seit den 1990er Jahren macht sie Dokumentarfilme: „Es ist mir bei jedem Film absolut wichtig, den Menschen, die ich dokumentarisch begleite, zuzuhören, sie mit den filmischen Mitteln zu charakterisieren – und dabei sensible und dramaturgisch anspruchsvolle Erzählungen aus der Wirklichkeit zu gestalten.“
Ganz bewusst widmet sie sich mit jedem neuen Filmprojekt unterschiedlichen Menschen und Themen. Der Kino-Dokumentarfilm „Auf der Jagd – Wem gehört die Natur“ ging der Frage nach, wie es eigentlich um die Jagd und unser Verhältnis zu den Jägern bestellt ist – in einer Landschaft, die von Landwirtschaft und Forstwirtschaft und nur selten von Natur geprägt ist. Der Kinderfilm „Lampenfieber“ begleitet ein ganzes Jahr lang sechs Kinder und Jugendliche, die im Friedrichstadt-Palast in Berlin im größten Jugendensemble Europas singen, tanzen und schauspielern. Für die Fernsehdokumentation „Wie HOLOCAUST ins Fernsehen kam“ hat sie 2020 den Grimme-Preis erhalten.