Inhalt

DOK-Premiere Dokumentarfilme mit Regisseurgesprächen

Seit 2011 gibt es unsere Reihe DOK Premiere im Kino Caligari. Jeden Monat wird ein aktueller Dokumentarfilm gezeigt. Anschließend diskutieren die Macher mit dem Publikum. Die Bandbreite an Dokfilmen ist bewusst breit gehalten. Dies kommt gut an. Es geht um außergewöhnliche Filme und Themen, über die sich ein Gespräch lohnt. Zu Gast waren sowohl bekannte Filmemacher wie Pepe Danquart, Andres Veiel, Michael Glawogger, Volker Koepp, Christian Frei oder Samir, als auch junge Talente mit ihren Filmen. Manche Filme zeigen wir bereits vor ihrem Kinostart, andere sind sogar Team-Premieren einer Produktion. Kuration und Moderation: Kay Hoffmann In Zusammenarbeit mit dem Haus des Dokumentarfilms Stuttgart

Informationen über den Film

11|2021

Foto aus dem Film
In den Uffizien

Textinformationen

Mo 29. November 2021
19:30Uhr
Caligari-Kino

Im Anschluss an die Vorstellung findet ein Filmgespräch mit Regisseur Enrique Sánchez Lansch statt.

Seit 2015 wird die weltweit bedeutendste Sammlung an Renaissancekunst, eine Ikone der italienischen Kultur, von einem deutschen Museumsdirektor geleitet. Eike Schmidt wirbt um Sponsoren, gestaltet Räume neu und hat, mit der ihm eigenen Mischung aus Autorität, Aufmerksamkeit und Humor ein eingeschworenes Team um sich geschart.
Der Dokumentarfilm zeigt die ungebrochene Anziehungskraft des Museums und die Arbeit hinter den Kulissen als eine kollektive Anstrengung, eine nie endende, passionierte Sorge um die Erhaltung jahrhundertealter Meisterwerke bei gleichzeitiger Neuerung.

BRD 2021, 100 Min.
Regie: Corinna Belz, Enrique Sánchez Lansch
Bildgestaltung: Johann Feindt, Thomas Riedelsheimer

Trailer sehen:

Trailer-FSK: ab 0

Tickets buchen

11|2021

Informationen zu den RegisseurInnen

Foto des Regisseurs/der Regisseurin

Der spanisch-deutsche Autor und Regisseur Enrique Sánchez Lansch gehört zu den renommiertesten Dokumentarfilmern Deutschlands. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf außergewöhnlichen Musikfilmprojekten. Sein Film „Rhythm is it!“ über ein Projekt der Berliner Philharmoniker mit Schülern erreichte mehr als 600.000 Kinozuschauer und wurde mit gleich zwei Deutschen Filmpreisen ausgezeichnet. Sánchez Lansch absolvierte ein Musikstudium mit Hauptfach Gesang und eine akademische Ausbildung in Romanistik, Philosophie und Germanistik. Er studierte Film/Drehbuch an der Columbia University New York und der University of California at Los Angeles. Er lebt in Berlin.

Informationen über den Film

11|2021

Foto aus dem Film
Narren

Textinformationen

Mi 10. November 2021
19:30Uhr
Caligari-Kino

Im Anschluss an die Vorstellung fand ein Filmgespräch mit den Regisseurinnen Wiltrud Baier und Sigrun Köhler statt.

Warum nur wollen alle dabei sein beim Rottweiler Narrensprung, obwohl die Kostüme teuer, die Holzmasken unbequem und die Narren-Regeln überaus streng sind? Können Schwäbisch-Sprach-Tests und Video-überwachung die berühmte Rottweiler Fasnacht vor dem Ansturm auswärtiger Narren retten? Narrenmeister Christoph hat da seine Zweifel. Aber auf keinen Fall dürfen Frauen sich als Pferdchen verkleiden.

Über drei Jahre haben die Filmemacherinnen Sigrun Köhler und Wiltrud Baier in Rottweil gedreht. Sie entführen den Zuschauer mit ihrem humor- und liebevollen Blick in eine unbekannte Welt: Eine große archaische Feier von Leben und Tod mitten im hoch industrialisierten Deutschland.

BRD 2019, 93 Min.
Regie, Buch: Kamera: Wiltrud Baier, Sigrun Köhler

Trailer sehen:

11|2021

Informationen zu den RegisseurInnen

Foto des Regisseurs/der Regisseurin

Seit 2000 arbeiten Sigrun Köhler und Wiltrud Baier als Produktionsfirma/ Künstlergruppe „Böller und Brot“ zusammen. Schwerpunkt der gemeinsamen Arbeit ist der künstlerische Dokumentarfilm (in Personalunion Buch, Regie, Kamera, Montage). Ihre Filme wurden mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet, u.a. 2012 dem Grimme Preis. Beide haben an der Filmakademie Baden Württemberg studiert. Gemeinsam realisierten sie bisher sieben abendfüllende Dokumentarfilme zu den Themen „Zeit“ (How time flies), „Geld“ (Schotter wie Heu),
„Glaube“ (Der große Navigator), „Macht“ (Alarm am Hauptbahnhof) „Ruhm und Reichtum“ (Where's the beer and when do we get paid?), „Dichtung und Wahrheit“ (Wer hat Angst vor Sibylle Berg) und zuletzt „Dabei sein“ (Narren).

Informationen über den Film

11|2021

Foto aus dem Film
Zuhurs Töchter

Textinformationen

Mi 3. November 2021
17:30Uhr
Caligari-Kino

Im Anschluss an die Vorstellung fand ein Filmgespräch mit Regisseur Robin Humboldt statt.

Lohan und Samar sind Teenager und trans*. Gemeinsam mit ihrer Familie sind die Schwestern aus Syrien nach Deutschland geflohen. Sie leben in einer Flüchtlingsunterkunft mit ihrer Mutter Zuhur, Vater Talib, seiner Zweitfrau Schaharazad und neun jüngeren Geschwistern. In der neuen Heimat finden sie sich in einem ständigen Spannungsfeld, sowohl der Kulturen als auch des binären Geschlechtersystems, wieder. Während die Eltern an gewohnten Strukturen festhalten, sind Lohan und Samar hin und her gerissen zwischen ihrer streng religiösen Gemeinschaft und dem westlichen Umfeld, das es ihnen erleichtert, ihr wahres Selbst auszudrücken. Anfänglich nur im Geheimen, wagen die beiden ihre weibliche Identität zu leben. Drei Jahre lang begleitet der Film sie auf ihren Streifzügen, sowie ihre Transition und ihre Suche nach der eigenen Identität.

BRD 2021, 83 Min.
Regie, Buch, Kamera: Laurentia Genske, Robin Humboldt
Montage: Carina Mergens

Trailer sehen:

11|2021

Informationen zu den RegisseurInnen

Foto des Regisseurs/der Regisseurin

Robin Humboldt, 1986 geboren, lebt und arbeitet in Köln. Von 2007 bis 2014 studierte er an der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) im Studiengang Dokumentarfilm- und Spielfilmregie. Während des Studiums entstanden sowohl dokumentarische als auch fiktionale Kurzfilme, die auf zahlreichen Festivals eingeladen wurden. Sein Abschlussfilm „Am Kölnberg“ wurde mit dem Förderpreis des Deutschen Dokumentarfilmpreis 2015 und dem BildKunst Schnittpreis 2015 ausgezeichnet, lief auf zahlreichen Deutschen wie internationalen Festivals.

Informationen über den Film

10|2021

Foto aus dem Film
Dear Future Children

Textinformationen

Mi 6. Oktober 2021
19:30Uhr
Caligari-Kino

Im Anschluss an die Vorstellung fand ein Filmgespräch mit Regisseur Franz Böhm statt.

Weltweite Protestbewegungen nehmen zu. Demonstrationen historischen Ausmaßes in Chile und Hongkong, streikende Schulkinder überall auf der Welt. Vereint sind diese Geschehen im Aufruhr der jungen Bevölkerung mit dem Willen, die Gegenwart zu verändern und eine lebenswerte Zukunft zu schaffen. Der Dokumentarfilm widmet sich einer Betrachtung dieser Jugendbewegungen und erzählt die Geschichten dreier junger Aktivistinnen aus Chile, Uganda und Hongkong in einer durchgehenden Parallelmontage. Mit den Geschichten dieser Bewegungen reflektiert der Film in intensiver Betrachtung den rebellischen Puls der Zeit, in welcher sich engagierte und ideenreiche junge Menschen dazu entschließen die Welt zu verändern. Und er erforscht die Auswirkungen des Aktivismus auf das Leben dieser Menschen und untersucht ihren Antrieb, trotz großer Hürden, immer weiterzumachen. All dies inmitten eines Zeitalters, welches es ermöglicht, millionenstarke Bewegungen innerhalb weniger Wochen zu etablieren.

BRD 2021, 89 Min.
Regie: Franz Böhm
Bildgestaltung: Friedemann Leis

Trailer sehen:

Trailer-FSK: ab 6

10|2021

Informationen zu den RegisseurInnen

Foto des Regisseurs/der Regisseurin

Geboren 1999, wuchs Franz Böhm in Stuttgart auf. Nach früher Erfahrungen als Set-Runner arbeitete er sich über diverse Filmprojekte hoch, bevor er mit 16 Jahren seinen ersten eigenen Film namens „Harmonie der Anderen“ drehte. Für sein über Crowdfunding-finanziertes, dokumentarisches Filmprojekt „Christmas Wishes“ reiste Böhm nach Berlin und tauchte dort in das Leben junger Obdachloser ein. Nach zwei Praktika in Berlin verwirklichte er seinen dritten Kurzfilm „Good Luck“, welcher auf dem BIFF Premiere gefeiert hat und auf vielen weiteren, internationalen Filmfestivals gezeigt wurde. Franz Böhm ist Mitglied im Bundesverband Filmregie. Er lebt in London.