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DOK-Premiere Dokumentarfilme mit Regisseurgesprächen

Seit 2011 gibt es unsere Reihe DOK Premiere im Kino Caligari. Jeden Monat wird ein aktueller Dokumentarfilm gezeigt. Anschließend diskutieren die Macher mit dem Publikum. Die Bandbreite an Dokfilmen ist bewusst breit gehalten. Dies kommt gut an. Es geht um außergewöhnliche Filme und Themen, über die sich ein Gespräch lohnt. Zu Gast waren sowohl bekannte Filmemacher wie Pepe Danquart, Michael Glawogger, Volker Koepp, Christian Frei oder Samir, als auch junge Talente mit ihren Filmen. Manche Filme zeigen wir bereits vor ihrem Kinostart, andere sind sogar Team-Premieren einer Produktion. Kuration und Moderation: Kay Hoffmann In Zusammenarbeit mit dem Haus des Dokumentarfilms Stuttgart

Informationen über den Film

10|2021

Foto aus dem Film
Dear Future Children

Textinformationen

Mi 6. Oktober 2021 - 19:30 Uhr im Caligari-Kino

Im Anschluss an die Vorstellung findet ein Filmgespräch mit Regisseur Franz Böhm statt.

Weltweite Protestbewegungen nehmen zu. Demonstrationen historischen Ausmaßes in Chile und Hongkong, streikende Schulkinder überall auf der Welt. Vereint sind diese Geschehen im Aufruhr der jungen Bevölkerung mit dem Willen, die Gegenwart zu verändern und eine lebenswerte Zukunft zu schaffen. Der Dokumentarfilm widmet sich einer Betrachtung dieser Jugendbewegungen und erzählt die Geschichten dreier junger Aktivistinnen aus Chile, Uganda und Hongkong in einer durchgehenden Parallelmontage. Mit den Geschichten dieser Bewegungen reflektiert der Film in intensiver Betrachtung den rebellischen Puls der Zeit, in welcher sich engagierte und ideenreiche junge Menschen dazu entschließen die Welt zu verändern. Und er erforscht die Auswirkungen des Aktivismus auf das Leben dieser Menschen und untersucht ihren Antrieb, trotz großer Hürden, immer weiterzumachen. All dies inmitten eines Zeitalters, welches es ermöglicht, millionenstarke Bewegungen innerhalb weniger Wochen zu etablieren.

BRD 2021, 89 Min.
Regie: Franz Böhm
Bildgestaltung: Friedemann Leis

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FSK: ab 6

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10|2021

Informationen zu den RegisseurInnen

Foto des Regisseurs/der Regisseurin

Geboren 1999, wuchs Franz Böhm in Stuttgart auf. Nach früher Erfahrungen als Set-Runner arbeitete er sich über diverse Filmprojekte hoch, bevor er mit 16 Jahren seinen ersten eigenen Film namens „Harmonie der Anderen“ drehte. Für sein über Crowdfunding-finanziertes, dokumentarisches Filmprojekt „Christmas Wishes“ reiste Böhm nach Berlin und tauchte dort in das Leben junger Obdachloser ein. Nach zwei Praktika in Berlin verwirklichte er seinen dritten Kurzfilm „Good Luck“, welcher auf dem BIFF Premiere gefeiert hat und auf vielen weiteren, internationalen Filmfestivals gezeigt wurde. Franz Böhm ist Mitglied im Bundesverband Filmregie. Er lebt in London.

Informationen über den Film

09|2021

Foto aus dem Film
Der wilde Wald

Textinformationen

Mi 29. September 2021 - 19:30 Uhr im Caligari-Kino

Im Anschluss an die Vorstellung findet ein Filmgespräch mit der Regisseurin Lisa Eder statt.

Im Nationalpark Bayerischer Wald ist eine Vision zum bahnbrechenden Vorzeigeprojekt weltweit geworden: Der Mensch greift nicht in die Natur ein. “Natur Natur sein lassen“ lautet die Philosophie. Es war ein einmaliges Experiment, das massiven Widerstand in der Bevölkerung auslöste. Das Ergebnis sorgt jedoch bis heute für Staunen. Aus den einstigen Wirtschaftswäldern wächst ein Urwald heran, ein einzigartiges Ökosystem und ein Refugium der Artenvielfalt.
„Der wilde Wald“ ist mehr als ein atmosphärisch dichter Naturfilm und eine sinnliche Reise durch das Ökosystem Wald. Er nimmt Stellung zu aktuellen Themen und zeigt in eindrucksvollen Bildern, dass es sie geben kann: die Koexistenz von Mensch und unberührter, wilder Natur.

BRD 2021, 89 Min.
Regie: Lisa Eder
Kamera: Tobi Corts, Heiko Knauer, Dietmar Nill, Robin Jähne

Trailer sehen:

FSK: ab 0

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09|2021

Informationen zu den RegisseurInnen

Foto des Regisseurs/der Regisseurin

Lisa Eder legt den Fokus ihrer Filme auf Themen, die die Beziehung von Mensch und Natur dokumentieren. Personenportraits von Wissenschaftler:innen oder Künstler:innen gehören ebenso dazu wie Langzeitdokumentationen. Eine große Nähe zu den Menschen und Neugierde an deren Geschichten sowie ein hohes Maß an kreativer visueller Umsetzung zeichnen ihre preisgekrönten Filme aus.
Lisa Eder studierte Neuere Deutsche Literatur, Psychologie und Politikwissenschaften, machte eine journalistische Ausbildung beim Bayerischen Rundfunk, arbeitete freiberuflich für ARD/ZDF und arte. Sie ist Jurymitglied bei Filmfestivals und als Dozentin für Dramaturgie tätig.

Informationen über den Film

11|2020

Foto aus dem Film
Narren

Textinformationen

Do 12. November 2020 - 17:00 Uhr im Caligari-Kino

Do 12. November 2020 - 20:00 Uhr im Caligari-Kino

Die DOK-Premiere mit den Regisseurinnen Wiltrud Baier und Sigrun Köhler musste im November 2020 wegen Corona entfallen.

Neuer geplanter Termin: im November 2021.

Warum nur wollen alle dabei sein beim Rottweiler Narrensprung, obwohl die Kostüme teuer, die Holzmasken unbequem und die Narren-Regeln überaus streng sind? Können Schwäbisch-Sprach-Tests und Video-überwachung die berühmte Rottweiler Fasnacht vor dem Ansturm auswärtiger Narren retten? Narrenmeister Christoph hat da seine Zweifel. Aber auf keinen Fall dürfen Frauen sich als Pferdchen verkleiden.

Über drei Jahre haben die Filmemacherinnen Sigrun Köhler und Wiltrud Baier in Rottweil gedreht. Sie entführen den Zuschauer mit ihrem humor- und liebevollen Blick in eine unbekannte Welt: Eine große archaische Feier von Leben und Tod mitten im hoch industrialisierten Deutschland.

BRD 2019, 93 Min.
Regie, Buch: Kamera: Wiltrud Baier, Sigrun Köhler

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11|2020

Informationen zu den RegisseurInnen

Foto des Regisseurs/der Regisseurin

Seit 2000 arbeiten Sigrun Köhler und Wiltrud Baier als Produktionsfirma/ Künstlergruppe „Böller und Brot“ zusammen. Schwerpunkt der gemeinsamen Arbeit ist der künstlerische Dokumentarfilm (in Personalunion Buch, Regie, Kamera, Montage). Ihre Filme wurden mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet, u.a. 2012 dem Grimme Preis. Beide haben an der Filmakademie Baden Württemberg studiert. Gemeinsam realisierten sie bisher sieben abendfüllende Dokumentarfilme zu den Themen „Zeit“ (How time flies), „Geld“ (Schotter wie Heu),
„Glaube“ (Der große Navigator), „Macht“ (Alarm am Hauptbahnhof) „Ruhm und Reichtum“ (Where's the beer and when do we get paid?), „Dichtung und Wahrheit“ (Wer hat Angst vor Sibylle Berg) und zuletzt „Dabei sein“ (Narren).