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DOK-Premiere Dokumentarfilme mit Regisseurgesprächen

Seit 2011 gibt es unsere Reihe DOK Premiere im Kino Caligari. Jeden Monat wird ein aktueller Dokumentarfilm gezeigt. Anschließend diskutieren die Macher mit dem Publikum. Die Bandbreite an Dokfilmen ist bewusst breit gehalten. Dies kommt gut an. Es geht um außergewöhnliche Filme und Themen, über die sich ein Gespräch lohnt. Zu Gast waren sowohl bekannte Filmemacher wie Pepe Danquart, Andres Veiel, Michael Glawogger, Volker Koepp, Christian Frei oder Samir, als auch junge Talente mit ihren Filmen. Manche Filme zeigen wir bereits vor ihrem Kinostart, andere sind sogar Team-Premieren einer Produktion. Kuration und Moderation: Kay Hoffmann In Zusammenarbeit mit dem Haus des Dokumentarfilms Stuttgart

Informationen über den Film

06|2022

Foto aus dem Film
Bettina

Textinformationen

Mi 15. Juni 2022
19:30 Uhr
Caligari-Kino

Im Anschluss an die Vorstellung findet ein Filmgespräch mit Regisseur Lutz Pehnert per Videoübertragung statt.

Bettina Wegner, geboren 1947 in Westberlin, aufgewachsen in Ostberlin, mit 36 Jahren ausgebürgert, seither „entwurzelt“. Der Werdegang der Liedermacherin gehört zu den spannendsten Lebensläufen des 20. Jahrhunderts. Es ist der Weg von einem Kind, das Stalin glühend verehrte, über eine hoffnungsfrohe Teenagerin, die mit ihren eigenen Liedern eine Gesellschaft mit bauen möchte, hin zu einer beseelten Künstlerin mit einer unerschütterlichen humanistischen Haltung. So heroisch das klingt, so irre und aberwitzig, mühevoll und traurig, hingebungsvoll und vergeblich ist es in den vielen Dingen des Lebens, die zwischen den Liedern eine Biografie ausmachen. Davon erzählt Bettina Wegner, davon erzählt der Film. Bettina Wegners Leben ist zugleich die Geschichte eines Jahrhunderts; es steckt in ihren Knochen, ihrer Seele, ihren Gedanken – und in ihren Liedern.

BRD 2022, 107 Min.
Regie & Buch: Lutz Pehnert

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06|2022

Informationen zu den RegisseurInnen

Foto des Regisseurs/der Regisseurin

Lutz Pehnert wurde 1961 in Berlin geboren. Nach seiner Ausbildung zum Schriftsetzer, arbeitete er von 1982 bis 1995 bei der Tageszeitung „Junge Welt“ und schrieb außerdem für verschiedene Zeitschriften. Seit 1995 ist er als freiberuflicher Autor und Regisseur für das Fernsehen tätig. Er realisiert Künstlerporträts, Geschichtsdokumentationen, Reise-Reportagen. Der Film „Brand“ über eine Alkoholiker-Brigade im Stahlwerk Brandenburg lief 1996 im Forum der Berlinale. Für seine mehrteilige Dokumentation über die Geschichte der ostdeutschen Seefahrt „DDR AhoI!“ erhielt er 2011 den Grimme-Preis. Sein Film „Partisan“ über die Castorf-Ära an der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz gewann den 2. Panorama Publikumspreis auf der 68. Berlinale und wurde für den Deutschen Filmpreis 2019 in der Kategorie ‚Bester Dokumentarfilm‘ vorausgewählt.