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Poster des Films Wo in Paris die Sonne aufgeht

Wo in Paris die Sonne aufgeht

Beschreibung des Films und Credits

Im von Hochhäusern und Architektur, die in den 70er Jahren als modern galten, geprägtem 13. Arrondissement von Paris, lebt die Chinesin Emilie. Sie schlägt sich mit Aushilfsjobs durch und sucht einen Mitbewohner. Diesen Part übernimmt Camille, ein selbstbewusster Lehrer, der bald auch Emilies Lover wird. Zumindest für ein paar Nächte.
Bald arbeitet er als Immobilienmakler und stellt Nora ein, die einst aus der Provinz nach Paris gezogen war, um zu studieren. Doch bei einer Party hatte sie eine Platinblonde Perücke getragen, in der sie dem Camgirl Amber Sweet zum Verwechseln ähnlich sah. Ohne zu ahnen, welche Folgen das haben würde, stimmte sie einem Selfie zu, war auf dem Campus schnell als Hure verschrien und wurde gemobbt. Doch die sozialen Medien, die ihrem Traum vom Studium zerstört haben, ermöglichen es Nora auch, mit Amber Kontakt aufzunehmen und einen Online-Dialog zu beginnen.

Auch wenn der deutsche Titel arge Beliebigkeit andeutet, ist Audiards Film härter, direkter: In brillanten schwarz-weiß Bildern erzählt er von Mobbing, Vorurteilen, sexueller Freiheit und der Schwierigkeit, sich selbst zu finden. Dass etliche Figuren nicht weiß sind, stellt Audiard nicht aus, sondern erzählt es beiläufig mit. Diversität ist hier kein Verkaufsargument, sondern einfach die Realität der Lebenswelt der Figuren. Viel wichtiger ist die Suche nach Nähe und Liebe in einer von der Oberflächlichkeit der sozialen Medien geprägten Welt. Aus diesen Zutaten formt Audiard ein mitreißendes, brillant gefilmtes Gesellschaftsporträt, mit dem der französische Auteur einerseits einen neuen Weg einschlägt, andererseits seine genau beobachteten Milieustudien auf sehr moderne Weise fortsetzt. (programmkino.de)

Originaltitel:
Les Olympiades, Paris 13e
 
Frankreich 2021, 106 Min., s/w
Regie:
Jacques Audiard (Der Geschmack von Rost und Knochen, Ein Prophet, Der wilde Schlag meines Herzens)
Drehbuch:
Jacques Audiard, Céline Sciamma, Léa Mysius
Bildgestaltung:
Paul Guilhaume
Mit:
Lucie Zhang, Makita Samba, Noémie Merlant, Camille Berthomier, Jehnny Beth, Geneviève Doang u.a.
FSK:
Ab 16 Jahre

Foto und Trailer zum Film

  • Foto aus Wo in Paris die Sonne aufgeht
Trailer sehen:
FSK: ab 12

Vorstellungen des Films

Poster des Films Wo in Paris die Sonne aufgeht
Im Orfeo:

Mo 16.05.2022

  • 20.00

Di 17.05.2022

OmU = Original mit deutschen Untertiteln