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Poster des Films Wir sind dann wohl die Angehörigen

Wir sind dann wohl die Angehörigen

Beschreibung des Films und Credits

Für den 13-jähigen Johann Scheerer ist an einem Tag des Jahres 1996 plötzlich nichts mehr wie zuvor. Mit der Entführung seines Vaters Jan-Philipp Reemtsma, des Erben der Zigarettendynastie, erlebt er zum ersten Mal in seinem Leben wirkliche Angst – und wird Zeuge beklemmender 33 Tage. Polizisten werden zu Hausgenossen von fragwürdiger Kompetenz. Zwischen gescheiterten Geldübergaben erreichen ihn die verzweifelten Briefe seines Vaters. Immer deutlicher wird dabei, dass das Leben des Vaters nur entgegen der Polizeistrategie zu retten ist.

Mit dem Abstand von über 20 Jahren schrieb Johann Scheerer 2018 sein Buch „Wir sind dann wohl die Angehörigen“, das nun die Basis für Hans-Christian Schmids Film bildet.
Gleich zu Beginn deutet eine Szene das gespannte Verhältnis des pubertierenden Sohnes mit seinem übermächtig wirkenden, intellektuellen, wohlhabenden Vater an. In Christian Schneider, einem Freund der Familie, hat Johann eine Art Ersatzvater, der ihm emotional viel näher zu stehen scheint, als sein wirklicher Vater.
Verkompliziert wird das Geschehen durch einen unterschwellig angedeuteten Konflikt zwischen der bürgerlich-intellektuelle Welt der Reemtsmas und der pragmatisch-rationalen der Polizei. Beide Seiten glauben besser zu wissen als die andere, was das Beste für Reemtsma ist, dabei sind ihre Interessen nicht identisch. Während die Familie nur hofft, dass Reemtsma frei kommt, hat die Polizei auch ein großes Interesse daran, dass die Täter gefasst werden.
Mit großer Genauigkeit beobachtet Hans-Christian Schmid diese Strukturen, enthält sich dabei stets einem Urteil über das Handeln der Akteure. Stehen Anfangs noch deutlicher Johann und seine Mutter im Mittelpunkt, entwickelt sich die zweite Hälfte zunehmend zu einem Polizeifilm, in dem die schließlich doch geglückte Geldübergabe fast minutiös nachgezeichnet wird. (programmkino.de)

 
BRD 2022, 118 Min.
Regie:
Hans-Christian Schmid (Sturm, Requiem, Lichter, Crazy, 23, Nach Fünf im Urwald)
Drehbuch:
Hans-Christian Schmid, Michael Gutmann
Buchvorlage:
Johann Scheerer
Bildgestaltung:
Julian Krubasik
Musik:
The Notwist
Mit:
Claude Albert Heinrich, Adina Vetter, Justus von Dohnányi, Hans Löw, Yorck Dippe, Enno Trebs, Fabian Hinrichs u.a.
FSK:
Ab 12 Jahre

Foto und Trailer zum Film

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