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Poster des Films Who's afraid of Alice Miller?

Who's afraid of Alice Miller?

Beschreibung des Films und Credits

Von seiner Mutter verstoßen, vom Vater geschlagen: der Therapeut Martin Miller arbeitet in der bewegenden Dokumentation seine Kindheit ohne Liebe auf. Erklärungen für das Verhalten vor allem seiner Mutter, die später eine weltbekannte Kindheitsforscherin und Kinderpsychologin wurde, findet er in ihrer Vergangenheit. Der Film ist eine sehr persönliche, intensive Suche nach den eigenen Wurzeln und den unbewältigten, traumatischen Erlebnissen der Mutter. Es geht um die Entstehung von Traumata, Selbstverleugnung und das größte Verbrechen in der Menschheitsgeschichte.
Die junge Alice Miller überlebte als Jüdin unter falscher Identität in Warschau mitten unter den Nazis und musste alle Gräueltaten miterleben. Aber diese traumatischen Erlebnisse verdrängt Alice und spaltet sie ein Leben lang ab. Je tiefer Martin in die Biographie seiner Mutter eindringt, desto deutlicher wird: sein eigener seelischer Schmerz ist das Erbe von etwas, das er selbst nie erlebt hat. 

Alice Miller war in den 1980er-Jahren eine weltweit bekannte Persönlichkeit, ihre Bücher wurden in 30 Sprachen übersetzt. Ihr Besteller „Das Drama des begabten Kindes“ ist noch heute ein Begriff, insbesondere auch den zahlreichen psychologischen und pädagogischen Kreisen.

Von ganz speziellem Interesse ist der Film für Menschen der sogenannten „zweiten Generation“. Er thematisiert die unbewussten und deshalb umso belastenderen Auswirkungen von Kriegstraumata auf die Kinder der Betroffenen und generell für Menschen, die als Kinder physischer und psychischer Gewalt von Eltern ausgesetzt waren. Der Film schlägt aber den Bogen zur aktuellen Situation heutiger Kriegsflüchtlinge in Europa. Er beleuchtet die psychologischen Aspekte und enthüllt historische Tatsachen.
Alice Miller ist im Film präsent durch Originalbriefe und literarische Memoiren, gelesen von der renommierten deutschen Schauspielerin Katharina Thalbach.

 
Schweiz 2020, 101 Min.
Regie:
Daniel Howald
Drehbuch:
Daniel Howald
 
Dokumentarfilm

Foto und Trailer zum Film

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Poster des Films Who's afraid of Alice Miller?
Im Orfeo:

Mi 08.12.2021