Inhalt
Vivaldi und Ich
Beschreibung des Films und Credits
Im Venedig des 18. Jahrhunderts wächst die talentierte Violinistin Cecilia im Ospedale della Pietà auf – einem Heim für verwaiste Mädchen, das die dort lebenden Kinder in das Studium der Musik einführt und dessen Orchester weltweit angesehen ist. Bei ihren Auftritten für wohlhabende Gönner bleibt Cecilia stets hinter einer Maske verborgen: Sie soll nicht als eigenständige Person gesehen werden. Doch mit der Ankunft eines neuen Lehrers bekommt sie erstmals die Chance, der Enge ihres bisherigen Lebens und der Aussicht einer arrangierten Ehe zu entkommen. Antonio Vivaldi, der neue Leiter des Orchesters, ermutigt sie, ihren eigenen Weg zu gehen. Vorbei an den strengen gesellschaftlichen Regeln und mit der befreienden Kraft der Musik kämpft Cecilia um ihr Schicksal und ein Leben jenseits vorgezeichneter Rollen.
Nach dem Roman „Stabat Mater“ von Tiziano Scarpa entstand „Vivaldi und ich“ als musikalisch durchkomponierte Emanzipationsfantasie. Zu Beginn begleitet die Musik ganz zart die Handlung, doch bald wächst sie an Bedeutung.
Das kluge Drehbuch spielt erfolgreich mit Erwartungen, Wünschen und Klischees – nicht nur, was Venedig und Vivaldi angeht. Der Film wirft auch einen kritischen Blick auf die Allmacht der Kirche und auf den Geschäftssinn des Klerus. Auch wenn er sich der kitschigen Postkartenromantik verweigert, die man mit Venedig verbinden könnte, sind die Aufnahmen dennoch von manchmal traumhafter Schönheit, von der nebligen Lagune bis in die kleinen Kanäle.
Es geht hier nicht nur um weibliche Selbstbestimmung, sondern zusätzlich auch um die Kunst an sich – um Perfektion und um die Kraft, sich gegen alle Widerstände zu behaupten. (programmkino.de)
- Originaltitel:
- Primavera
- Italien/Frankreich 2025, 111 Min.
- Regie:
- Damiano Michieletto
- Drehbuch:
- Ludovica Rampoldi, Damiano Michieletto
- Buchvorlage:
- „Stabat Mater“ von Tiziano Scarpa
- Bildgestaltung:
- Daria D'Antonio
- Musik:
- Fabio Massimo Capogrosso
- Mit:
- Tecla Insolia, Michele Riondino, Fabrizia Sacchi, Andrea Pennacchi, Valentina Bellè, Stefano Accorsi u.a.
- FSK:
- Ab 12 Jahre Deskriptoren
- Die Originalfassung ist in italienischer und französischer Sprache
Foto und Trailer zum Film
Vorstellungen des Films
Im Juni im Caligari oder Luna und im Orfeo geplant




