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Poster des Films Titane

Titane

Beschreibung des Films und Credits

Nach einem Autounfall überlebt das Kind Alexia schwer verletzt und bekommt eine Platte aus Titan in den Kopf gepflanzt. Jahre später ist Alexia erwachsen und arbeitet als Tänzerin auf Autoshows, räkelt sich verführerisch auf den Motorhauben ebenso verführerischer Autos, nimmt danach gerne einen lechzenden Zuschauer zum Sex mit – und tötet ihre Lover mit einer langen Haarnadel. Nach einem ausufernden Gemetzel ist ihr die Polizei jedoch so sehr auf der Spur, dass sie die Identität wechselt. Sie gibt sich als Adrien aus, ein Junge, der seit Jahren vermisst wird. Der alternde Feuerwehrmann Vincent nimmt Alexia als Sohn auf, auch wenn er schnell ahnt, dass dieser Sohn nicht der ist, den er einst verloren hat. Zumal Alexias Bauch immer dicker wird, denn sie ist schwanger, vermutlich vom Sex mit einem Auto.

Schon mit ihrem Debütfilm „Raw“ spaltete die junge französische Regisseurin Julia Ducournau die Geister, damals variierte sie Motive des Zombiefilms, bediente sich queerer Ästhetik und blieb ebenso rätselhaft, wie sie es auch nun, in ihrem zweiten Film „Titane“ ist. 
Bezüge zu den Body-Horror-Filmen von David Cronenberg, nicht zuletzt „Crash“, scheinen ebenso deutlich zu sein wie Referenzen zu Filmen wie Shinya Tsukamotos „Tetsuo: The Iron Man“, vor allem aber auch außerfilmische Debatten über Diversität, Transsexualität oder toxischer Männlichkeit.
Kein Wunder, bleibt „Titane“ in seinem wilden, mal verstörenden, mal mitreißenden, mal albernden Spiel mit Genrebildern, exzessiver Gewalt und gleißenden Aufnahmen menschlicher und maschineller Körper doch so offen – manche werden sagen: beliebig – dass sich unzählige Lesarten anbieten. Ein Film wie ein Rorschach-Test also, ein Film, der von jeder Zuschauerin, jedem Zuschauer anders gelesen werden wird, aber in jedem Fall einen Nerv der Zeit trifft. (programmkino.de)

Sex und Gewalt springen dabei ins Auge, doch mindestens so entscheidend sind die Momente von Zärtlichkeit und die Darstellung von Einsamkeit, eine doppelbödige Bildsprache und nicht zuletzt eben der dezidiert weibliche Blick der Regisseurin auf Körperlichkeit und Männlichkeitsrituale. (epd film)

„Titane” zerhackt alles, was noch vielfach als gegeben angenommen wird: Gender, Moral, Familienstrukturen, Identität, sexuelle Orientierung - und ist damit genau das Richtige in einer noch immer heteronormativ geprägten (Film-)Welt. (ttt - titel thesen temperamente)
ttt-Beitrag zu Titane

Originaltitel:
Titane
 
Frankreich/Belgien 2021, 108 Min.
Regie:
Julia Ducournau (Raw)
Drehbuch:
Julia Ducournau
Bildgestaltung:
Ruben Impens
Mit:
Agathe Rousselle, Vincent Lindon, Garance Marillier, Lais Salameh u.a.
FSK:
Ab 16 Jahre

Foto und Trailer zum Film

  • Foto aus Titane
Trailer sehen:
FSK: ab 12

Vorstellungen des Films

Poster des Films Titane
Im Orfeo:

Di 09.11.2021