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Poster des Films Speer goes to Hollywood

Speer goes to Hollywood

Beschreibung des Films und Credits

Er war Hitlers Architekt, Wegbegleiter und Freund des Führers, schaffte es aber dennoch lange Zeit, als der „gute Nazi“ zu gelten. Ein Faszinosum, ein Mysterium ist Albert Speer, dessen Autobiographie Anfang der 70er Jahre tatsächlich fast in Hollywood verfilmt worden wäre. Davon erzählt Vanessa Lapa in ihrem Dokumentarfilm, der vom Mythos Speer nichts mehr übriglässt. (programmkino.de)

Kein bei den Nürnberger Prozessen Angeklagter, der nicht hingerichtet wurde, war von höherem Rang als Speer, der nach dem Gefängnis zusammen mit Joachim Fest, dem langjährigen Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, seine Memoiren verfasste, die ein weltweiter Bestseller wurden. Und sogar Hollywood auf den Plan riefen. Das Studio Paramount plante einen Film und heuerte den jungen britischen Autor Andrew Birkin an, ein Drehbuch zu schreiben. Zu diesem Zeitpunkt stand Birkin, der später Filme wie „Der Zementgarten“ und „Brennendes Geheimnis“ drehen sollte und die Drehbücher für „Der Name der Rose“ und „Das Parfüm“ schrieb, noch am Anfang seiner Karriere. 40 Stunden sprach er mit Speer über dessen Leben und den Film, Gespräche, die er auf Tonband aufnahm.

Die bis dato unveröffentlichten Aufzeichnungen – 40 Stunden im Original – bilden die Tonebene von „Speer goes to Hollywood“ und werden durch einzigartige Archivaufnahmen auf der Bildebene ergänzt. Regisseurin Vanessa Lapa kämpft sich dabei durch einen breiten Sumpf von Lügen, die seit langer Zeit die Wahrheit über Hitlers „Leibarchitekten“ verdecken. Albert Speer zählte zu Hitlers engsten Vertrauten und sollte ab 1937 als Generalbauinspektor Berlin zur Welthauptstadt „Germania“ umgestalten. Als Reichsminister für Bewaffnung und Munition war er ab 1942 verantwortlich für 12 Millionen Zwangsarbeiter. Die vorsichtigsten Schätzungen gehen davon aus, dass mindestens ein Drittel von ihnen zu Tode kam. Dennoch genießt er bis heute den Ruf des „guten Nazis“. Ein Mythos, den er sorgsam selbst entwarf und kultivierte – und der nur allzu gerne von einer weltweiten Öffentlichkeit aufgenommen wurde.

 
Israel 2020, 97 Min.
Regie:
Vanessa Lapa
Drehbuch:
Vanessa Lapa, Joëlle Alexis
FSK:
Ab 12 Jahre
 
Dokumentarfilm
 
Englisch- und deutschsprachige Originalfassung, teilweise mit deutschen Untertiteln

Foto und Trailer zum Film

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