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Poster des Films Shane

Shane

Beschreibung des Films und Credits

Shane MacGowan war Singer-Songwriter und Frontmann der legendären irisch-britischen Band The Pogues.
Geboren 1957 als Sohn irischer Eltern wächst er zu einer Zeit auf, in der der Nordirlandkonflikt einen tiefen Graben in die britische Gesellschaft gerissen hatte. In London wird Shane dank seines literarischen Talents mit 14 an der altehrwürdigen Westminster School aufgenommen. Aber der irische Junge mit den schiefen Zähnen und dem starken Akzent bleibt dort Außenseiter.

Nach dem Besuch eines Konzertes der Sex Pistols im Jahr 1976 weiß Shane was er will: Musiker werden. Shane ist 18 und in London wird gerade der Punk geboren. Bomben und bürgerkriegsartige Zustände im Kontext des Nordirlandkonfliktes halten die Metropole in Atem. Punk wird die brachiale Stimme einer Jugend, die sich im nationalen Identitäts- und Machtkampf ihrer Väter nicht wiederfindet. Shane gründet die Trashpunkband The Nipple Erectors mit der er 1977 zum ersten Mal auftritt. Seine Exzesse auf der Bühne, für die er später berühmt-berüchtigt wird, sind schon damals legendär. Den archaischen Spaß am Provozieren und die verzweifelte Lust an der Selbstzerstörung, die dem Punk eigen sind, wird Shane auf die Spitze treiben.

Mit seiner neuen Band The Pogues, die sich Anfang der 1980 Jahre zusammenfindet, besinnt er sich auf seine irischen Wurzeln und verbindet die Wucht des Punk mit irischer Folk-Musik. Traditionelle, für den Punk untypische Instrumente bestimmen die Eigenart seiner Songs ebenso wie die Themen und die Poesie seiner Texte. Sie sind zornig, wildromantisch, rotzig-böse, politisch. Sie handeln von Außenseitern, von verlorenen Seelen und vor allem von der Geschichte der Iren. Shane gibt den Iren in der aufgeladenen Zeit es nordirischen, bürgerkriegsähnlichen Konflikts eine weithin hörbare Stimme, mit einer Wucht und Hemmungslosigkeit, die sie bis dahin nie hatten.

Dokumentarfilmer Julien Temple erzählt jetzt Shane MacGowans Geschichte. Sein Film ist eine informative und mitreißende, gelegentlich bestürzende, aber immer ungemein unterhaltsame Collage aus intimen Aufnahmen der britischen Punk-Kultur aus Temples eigenen Archiven und bisher unveröffentlichtem Material. Temple beschwört in seinem Film Aufstieg und Niedergang eines rotzigen Genies, das sich selbst mit seinen Exzessen aus der eigenen Band katapultierte und bis in den Rollstuhl brachte, um schließlich seinen 60sten Geburtstag mit neuen Zähnen, altem Humor und Größen wie Nick Cave und Johnny Depp als rauschendes Fest auf der Bühne zu feiern.

Originaltitel:
Crock of Gold: A Few Rounds with Shane MacGowan
 
GB 2020, 129 Min., OmU
Regie:
Julien Temple (The Great Rock 'n' Roll Swindle, Absolute Beginners, Joe Strummer: The Future Is Unwritten)
Bildgestaltung:
Stephen Organ
Musik:
The Pogues
FSK:
Ab 12 Jahre
 
Musiker-Biografie
 
Englische Originalfassung mit dt. Untertiteln

Foto und Trailer zum Film

  • Foto aus Shane
Trailer sehen:
FSK: ab 12

Vorstellungen des Films

Poster des Films Shane

Ab Ende August geplant