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Poster des Films Mittagsstunde

Mittagsstunde

Beschreibung des Films und Credits

Ingwer, 47 Jahre alt und Dozent an der Kieler Uni, fragt sich schon länger, wo eigentlich sein Platz im Leben sein könnte. Als seine „Olen“ nicht mehr allein klarkommen, beschließt er, dem Leben in der Stadt den Rücken zuzukehren, um in seinem Heimatdorf Brinkebüll im nordfriesischen Nirgendwo ein Sabbatical zu verbringen. Doch den Ort seiner Kindheit erkennt er nicht wieder: auf den Straßen kaum Menschen, denn das Zusammenleben findet woanders statt, keine Dorfschule, kein Tante-Emma-Laden, keine alte Kastanie auf dem Dorfplatz, keine Störche, auf den Feldern wächst nur noch Mais, aus gewundenen Landstraßen wurden begradigte Schnellstraßen. Als wäre eine ganze Welt versunken. Wann hat dieser Niedergang begonnen? In den 1970ern, als nach der Flurbereinigung erst die Knicks und dann die Vögel verschwanden? Als die großen Höfe wuchsen und die kleinen starben? Als Ingwer zum Studium nach Kiel ging und seine Eltern mit dem Gasthof sitzen ließ?

Die Verfilmung des Bestsellers von Dörte Hansen ist eine große Erzählung über die Menschen im Norden Deutschlands, die nicht viel reden, es aber verstehen, sich zu kümmern, wenn es Not tut. Voll leiser Melancholie erzählt der Film die Geschichte des Verfalls der Dorfkultur, bei der immer die Frage mitschwingt, wer wir als Individuen und als Gesellschaft in Zukunft sein wollen und wo wir hingehören.

 
BRD 2022, 97 Min.
Regie:
Lars Jessen (Fraktus, Dorfpunks)
Drehbuch:
Catharina Junk
Buchvorlage:
Dörte Hansen
Bildgestaltung:
Kristian Leschner
Mit:
Charly Hübner, Peter Franke, Hildegard Schmahl, Rainer Bock, Gabriela Maria Schmeide, Gro Swantje Kohlhof u.a.
FSK:
Ab 12 Jahre

Foto und Trailer zum Film

  • Foto aus Mittagsstunde
Trailer sehen:
FSK: ab 6

Vorstellungen des Films

Poster des Films Mittagsstunde

Mitte Oktober in Ludwigsburg