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Poster des Films Mit leiser Stimme

Mit leiser Stimme

Beschreibung des Films und Credits

Die in Paris lebende Lilia reist in ihr Geburtsland Tunesien, um ihren Onkel Daly zu beerdigen. Begleitet wird sie von ihrer Lebensgefährtin Alice, die aber nicht im tunesischen Familienwohnsitz, sondern in einem nahegelegenen Hotel unterkommt. Selbst Lilias Mutter ahnt nämlich nichts von der lesbischen Beziehung ihrer Tochter, mit der sie nicht nur Schande über ihre Familie bringen würde, sondern die in Tunesien sogar unter Strafe steht. Als Lilia während der mehrtägigen Trauerfeier erfährt, dass ihr Onkel unter rätselhaften Umständen ums Leben gekommen ist, beginnt sie, eigene Nachforschungen anzustellen. Sie ist es leid, sich vom familiären Versteckspiel demütigen zu lassen, und dringt immer tiefer in die queere Subkultur Tunesiens und damit in ein Netz aus Geheimnissen ein, das nicht nur ihre Familie, sondern die ganze Gesellschaft umspannt. Die Geister der Vergangenheit weisen ihr dabei mit leiser Stimme den Weg.

In ihrem neuen Film erzählt die tunesischfranzösische Regisseurin Leyla Bouzid mit sanfter Kraft davon, wie die Vergangenheit die Gegenwart heimsucht und so einen neuen Weg für die Zukunft weisen kann. Hiam Abbass, eine der großen Schauspielerinnen des Weltkinos, brilliert als Lilias Mutter in diesem meisterhaften Film, der Mut macht und behutsamen Schrittes große Gefühle entfesselt.

Auch wenn die Grundkonstellation wie die ideale Ausgangskonstruktion für ein Melodram wirkt, verzichtet Leyla Bouzid in ihrem dritten Spielfilm meist auf plakative Emotionen und bevorzugt stattdessen leise Töne. Dazu passt ihre bemerkenswerte Hauptdarstellerin Eya Bouteraa, die hier in ihrem ersten Film zu sehen ist. Allein durch ihre Mimik gelingt es ihr den zentralen Konflikt anzudeuten, den Wunsch, ein freies Leben zu leben, andererseits aber auch den Traditionen, der Familie gerecht zu werden, ein Zwiespalt, der auch am Ende dieses sehenswerten Films nicht ganz aufgelöst sein wird. (programmkino.de)

Ein elegant inszeniertes und zärtliches Drama, das mit der Beschreibung des familiären Verschweigens Einblicke in eine repressive Gesellschaft gewährt. (epd film)

In stilvoll ausgeleuchteten Bildern und fließenden Kamerabewegungen entfaltet sich das Beziehungsgeflecht dreier Generationen, aus dem die komplexen Frauenfiguren hervorstechen. (filmdienst)

Originaltitel:
À Voix Basse
 
Frankreich/Tunesien 2026, 113 Min., Scope, OmU
Regie:
Leyla Bouzid (Eine Geschichte von Liebe und Verlangen, Kaum öffne ich die Augen)
Drehbuch:
Leyla Bouzid
Bildgestaltung:
Sébastien Goepfert
Mit:
Eya Bouteraa, Hiam Abbass, Marion Barbeau, Feriel Chamari, Karim Rmadi, Salma Baccar u.a.
FSK:
Ohne Altersbeschränkung
 
Sprachfassung: Französisch und Arabisch mit dt. Untertiteln

Foto und Trailer zum Film

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FSK: ab 0

Vorstellungen des Films

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CaligariLudwigsburg

Do 13.08.2026

Mi 19.08.2026

OmU = Original mit deutschen Untertiteln