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Poster des Films Martin Eden

Martin Eden

Beschreibung des Films und Credits

Pietro Marcello hat Jack Londons autobiografisch gefärbten Roman ins Neapel des frühen 20. Jahrhunderts versetzt und verwebt Martin Edens bewegende Geschichte mit den politischen Prozessen Europas des 20. Jahrhunderts in einer bildgewaltigen Textur, die Neapel und die Konfrontation gesellschaftlicher Klassen spürbar werden lässt.

Als sich der Matrose Martin Eden in die großbürgerliche Elena Orsini verliebt, ist ihm klar, dass sein Charme allein nicht reichen wird, um ihr Herz und das ihrer Eltern zu erobern. Ungestüm beginnt er, seine bescheidene Bildung zu erweitern. Er liest, was ihm in die Finger kommt, von Baudelaire bis Herbert Spencer. Das Schreiben wird zu seiner großen Leidenschaft. Martin will Schriftsteller werden.
Kaum einer glaubt an Martin, selbst Elena verfolgt seine Arbeit mit nachsichtiger Herablassung. Nur der Bohemien und Sozialist Russ Brissenden erkennt sein ungeheures Talent – und die Gefahren, die auf ihn warten. Ist die Liebe wirklich eine Kraft, die Klassengegensätze überwindet? Kann Martin, der Proletarier, in die Sphären des Großbürgertums aufsteigen, ohne sich selbst zu verleugnen? Wie muss man schreiben, um auch im Moment des Erfolgs bei sich zu sein? Für wen?

Wir haben den Roman „Martin Eden“ als ein Porträt gelesen, das auf gewisse Weise die Fragestellungen, die Verwerfungen und Katastrophen des 20. Jahrhunderts vorwegnimmt. Das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft, die Kulturindustrie, die Rolle der Massenkultur, den Klassenkampf, Hitlers und Mussolinis Aufstieg zur Macht, bis hinein in eine andere der großen Tragödien des 20. Jahrhunderts, unsere Zeit des Neoliberalismus. Er ist extrem gegenwärtig und aktuell.
Wir stellten uns einen Martin vor, wie er das 20. Jahrhundert durchquert, oder vielmehr eine Verdichtung, eine traumhafte Transposition davon, ohne Zeitgrenzen, nicht länger im Kalifornien des Romans, sondern in einem Neapel, das jede Stadt sein könnte, überall auf der Welt.
(Pietro Marcello)

»Ein mitreißendes, dunkles, wunderschönes Melodram, eine „éducation amoureuse et politique“ unter der Sonne Süditaliens … pures, wirkliches Kino!« LE FIGARO

»Ein Film von absoluter Schönheit, in perfekter Balance zwischen politischem Film, epischem Drama und Liebesgeschichte.« ESPINOF

»Ein Film voller Leben und Leidenschaft, der die politische, soziale und kulturelle Geschichte Italiens feiert und die wilde Schönheit und dunkle Romantik des rebellischen Kinos der 60er und 70er Jahre wiederfindet, das Kino von Marco Bellochio bis Mauro Bolognini und vor allem das von Pier Paolo Pasolini.« CULTUROPOING

»Ein gewaltiger Film, ein wilder Ritt durch die Epochen, der die Fragen nach der Macht der Kultur, der sozialen Klasse, der Essenz des Sozialismus, des Individualismus und viele andere Themen unserer Zeit gegenwärtig macht.« OTROS CINES

Martin Eden wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. auf den Festivals von Venedig, Toronto und Sevilla, und vierfach zum Europäischen Filmpreis nominiert (Bester Film, Beste Regie, Bester Schauspieler: Luca Marinelli, Bestes Drehbuch).

Mehr über den Film und seinen Regisseur Pietro Marcello finden Sie in epd-film

 
Italien/BRD/Frankreich 2019, 129 Min.
Regie:
Pietro Marcello (Bella e perduta - Eine Reise durch Italien, La bocca del lupo)
Drehbuch:
Maurizio Braucci, Pietro Marcello
Buchvorlage:
Jack London
Bildgestaltung:
Francesco Di Giacomo, Alessandro Abate
Mit:
Vincenzo Nemolato, Luca Marinelli, Carlo Cecchi, Jessica Cressy, Denise Sardisco, Carmen Pommella u.a.
FSK:
Ab 6 Jahre

Foto und Trailer zum Film

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Trailer sehen:
FSK: ab 6

Vorstellungen des Films

Poster des Films Martin Eden
Im Orfeo:

So 24.10.2021

OmU = Original mit dt. Untertiteln