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Poster des Films Made in EU

Made in EU

Beschreibung des Films und Credits

Iva arbeitet in einer Textilfabrik in Bulgarien, wo sie „Made in EU“-Etiketten in Kleidung näht und kaum über die Runden kommt. Sie ist krank, aber darf sich nicht krank schreiben lassen. Als sie plötzlich neben den Nähmaschinen zusammenbricht, wird sie öffentlich verdächtigt, der erste Covid-Fall Bulgariens zu sein. Während die Todesfälle steigen, wird Iva zur Projektionsfläche. Die Menschen, von Angst getrieben, stellen sich gegen sie. Einkaufen wird ihr verwehrt, die Firmenleitung drängt sie zur Kündigung und sogar der Traum ihres Sohnes, Europa zu bereisen, wird zerstört.

„Made in EU“ ist ein intensives und aufwühlendes Drama. Basierend auf wahren Begebenheiten erzählt Stephan Komandarev das bewegende Porträt einer Frau, die am unmenschlichen System zerbricht und offenbart die katastrophalen Arbeitsbedingungen in Europas Textilindustrie.

Ein ergreifendes Sozialdrama, das nicht nur die prekären Arbeitsverhältnisse in Teilen der EU offenlegt, sondern vor allem durch seine lebensnahe, poetische Erzählweise überzeugt. (filmdienst)

Ähnlich der sozialrealistischen Filme von Ken Loach oder Stéphane Brizé geht auch Stephan Komandarev in seinem Film vor. […] Dass auch in den industriell unterentwickelten Regionen des seit 2007 zur EU gehörenden Bulgarien Ausbeutungsstrukturen existieren, von denen auch deutsche Verbraucher profitieren, findet wenig Aufmerksamkeit. Sweat-Shops in Asien sind beliebtes Motiv für aufklärerische Dokumentarfilme, das ähnliches auch auf dem Balkan existiert, zum Teil vermutlich sogar von EU-Geldern gefördert, mag man kaum glauben. (programmkino.de)

Eine moderne Hexenjagd – realistisch, dystopisch, zutiefst beunruhigend. (Gazettely)

Ein eindringlicher Blick, der zeigt, wie rasch eine Gesellschaft in Momenten großer Tragödien ihre Menschlichkeit verlieren kann. (Next Best Picture)

Ein kleines Filmjuwel: unverfälscht, nah am echten Leben am Rand Europas – und zugleich ein klarer Appell, hinzuschauen und zu handeln. (Dirty Movies)

Originaltitel:
Made in EU
 
Bulgarien/BRD/Tschechien 2024, 108 Min.
Regie:
Stephan Komandarev
Drehbuch:
Simeon Ventsislavov, Stephan Komandarev
Bildgestaltung:
Vesselin Hristov
Mit:
Gergana Pletnyova, Todor Kotsev, Gerasim Georgiev, Anastasia Ingilizova, Ivaylo Hristov u.a.
FSK:
Ab 12 Jahre Deskriptoren

Foto und Trailer zum Film

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Poster des Films Made in EU

Mitte März im Caligari geplant