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Freitag, 16. November 2018

Mackie Messer - Brechts 3Groschenfilm

Foto aus Mackie Messer - Brechts 3Groschenfilm

Nach dem überragenden Welterfolg der Dreigroschenoper will das Kino den gefeierten Autor des Stücks für sich gewinnen. Doch Bertolt Brecht (Lars Eidinger) ist nicht bereit, nach den Regeln der Filmindustrie zu spielen. Seine Vorstellung vom „Dreigroschenfilm“ ist radikal, kompromisslos, politisch, pointiert. Er will eine völlig neue Art von Film machen und weiß, dass die Produktionsfirma sich niemals darauf einlassen wird …

Die Dreigroschenoper, wie man sie noch nie gesehen hat: anspielungsreich, überbordend musikalisch und frech. Joachim Lang interpretiert in seinem Kinofilmdebüt den Welterfolg von Brecht und Weill völlig neu. In einem fulminanten und fiebrigen filmischen Kraftakt lässt Lang Realität und Fiktion verschmelzen, wechselt fließend zwischen Brechts Kampf gegen die Filmindustrie und dessen Verfilmung der Dreigroschenoper, wie es sie niemals gab und sie hier vor den Augen des Publikums dennoch entsteht. Dabei lässt Lang den Dichter in seinen Worten sprechen: Alles, was Brecht im Film sagt, beruht auf Zitaten aus dessen gesamtem Werk und Leben. Und die Dreigroschenhandlung führt nun bis in die Gegenwart, die Gangster werden am Ende Bankiers, moderne Beherrscher des Geldmarkts. Filmunterhaltung auf höchstem Niveau – ein Stoff und eine Form, deren Radikalität und Aktualität ihresgleichen suchen.

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BRD/Belgien 2018, 130 Min.
Regie:
Joachim Lang (George, Brecht - Die Kunst zu leben, Jud Süß - Ein Film als Verbrechen?)
Drehbuch:
Joachim Lang
Kamera:
David Slama
Darsteller:
Lars Eidinger, Tobias Moretti, Hannah Herzsprung, Joachim Król, Claudia Michelsen, Britta Hammelstein, Robert Stadlober u.a.
FSK:
Ab 6 Jahre

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