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Lebensansichten eines Huhns
Beschreibung des Films und Credits
Der Zufall will es, dass auf einem griechischen Hühnerhof ein schwarz gefiedertes und besonders kluges Hühnchen eines Tages entschlüpft und loszieht in die große, weite Welt. Nach einem Tankstellen-Rendezvous mit einem hungrigen Fuchs nutzt es eine Mitfahrgelegenheit mit einem Lkw. Doch ein Hund verschleppt das renitente Federtier auf den Hinterhof eines heruntergekommenen Restaurants. Für das Huhn beginnt ein neuer Lebensabschnitt: Es beweist sich in der Hühnerstall-Hierarchie, zankt mit Puten, gewinnt das Herz des Hahns und erschließt neues Terrain auf der Suche nach einem Brutplatz. Dabei stolpert es in die kriminellen Verstrickungen der dort lebenden Familie, die ihrerseits ums Überleben kämpft. Und dabei den Kükenwunsch der unerschrockenen Henne unweigerlich durchkreuzt.
Allegorisch stellt der Film das Leben eines Huhns und einen Ausschnitt aus der Welt der Menschen nebeneinander, erzählt vom Eingesperrtsein, von Fluchtgedanken, von Migration, von Eltern und ihren Kindern.
Ähnlich wie manch andere Spiel- und Dokumentarfilme jüngerer Vergangenheit, Jerzy Skolimowski’s „EO“ etwa, in dem ein Esel im Mittelpunkt stand, oder Victor Kossakovsky „Gunda“ in dem es um Schweine ging, suggeriert auch György Pálfi nicht einfach, dass es keine Unterschiede zwischen Menschen und Tieren gibt. Stattdessen wirft er Fragen in den Raum, deutet Ähnlichkeiten an, zeigt, wie fragwürdig wir Menschen uns oft verhalten, wenn wir Tiere einsperren, aber auch andere Menschen.
Was anfangs als amüsanter Tierfilm begann, der harmlos wirkte, entwickelt sich so bald zu einer erstaunlich komplexen, ambivalenten Studie über Tier und Mensch, über die Natur und ethische Fragen, die allzu oft ignoriert werden. (programmkino.de)
- Originaltitel:
- Kota
- BRD/Ungarn/Griechenland 2025, 97 Min.
- Regie:
- György Pálfi (Hukkle - Das Dorf)
- Drehbuch:
- György Pálfi, Zsófia Ruttkay
- Bildgestaltung:
- Giorgos Karvelas
- Mit:
- Yannis Kokiasmenos, Maria Diakopanayotou, Argyris Pandazaras, Antonis Kafetzopoulos u.a.
- FSK:
- Ab 12 Jahre Deskriptoren
Foto und Trailer zum Film
Vorstellungen des Films
Ab Mitte August im Caligari geplant




