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La Grazia
Beschreibung des Films und Credits
Sechs Monate bleiben Mariano de Santis noch als Präsident der italienischen Republik. Ein halbes Jahr, in dem er ein Sterbehilfegesetz unterschreiben könnte, für das sich seine Tochter starkmacht. Aber auch eine Zeit, in der er noch über zwei Gnadengesuche entscheiden soll. Die Wahl, wer hier begnadigt wird, scheint einfach, aber Mariano macht es sich nie einfach. Er braucht – dafür kennt man ihn – Bedenkzeit. Die verbringt er auch gerne mal auf dem Dach bei einer Zigarette und moderner Musik. Zum Ende seines Lebens hin beschäftigt Mariano aber noch viel anderes. Kennt er seine Kinder wirklich? Kennen sie ihn? Und mit wem hat seine verstorbene Frau vor 40 Jahren eine Affäre gehabt?
Dies ist ein etwas anderer Sorrentino. Weniger schwer wie sein vorheriger Film „Parthenope“, leichter in der Erzählweise, vor allem aber auf Humor setzend, der sich aus der Macht der Bilder, aber auch spitzer Dialoge speist. Überhaupt findet Sorrentino immer wieder surreale Bilder. Er fordert die Realität heraus, könnte man sagen.
Dies ist kein politisches Drama, es ist ein menschliches, das sehr viel über die Liebe, das Leben, das Älterwerden und das Ende eines Weges zu sagen hat. Tiefsinnig ist der Film dabei immer, zugleich aber auch vergnüglich. Sorrentino gelingt das Kunststück, 133 Minuten wie im Flug vergehen zu lassen. Er erzählt unaufgeregt, wozu auch das häufig ausdrucklose Gesicht seines Stars Toni Servillo gehört. Großes Schauspielkino, das in eleganten Bildern erzählt ist. (programmkino.de)
- Originaltitel:
- La Grazia
- Italien 2025, 133 Min.
- Regie:
- Paolo Sorrentino (Parthenope, Ewige Jugend, La grande bellezza, Cheyenne - This Must Be the Place, Il Divo)
- Drehbuch:
- Paolo Sorrentino
- Bildgestaltung:
- Daria D'Antonio
- Mit:
- Toni Servillo, Anna Ferzetti, Orlando Cinque, Massimo Venturiello, Milvia Marigliano u.a.
- FSK:
- Ab 12 Jahre Deskriptoren
Foto und Trailer zum Film
Vorstellungen des Films
Ab Ende März im Caligari geplant




