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Poster des Films Irdische Verse

Irdische Verse

Beschreibung des Films und Credits

Wenn Lichter und Irrlichter über dem geschäftigen Teheran in der Morgendämmerung zu blinken beginnen, ist der Auftakt gemacht für neue Strophen alltäglichen Irrsinns, der sich in Form absurder Alltagsregeln ins Leben der Menschen drängt. Da möchte Vater Staat nicht nur ein Wörtchen mitreden bei der Namenswahl für Neugeborene. Auch in Modefragen und für politisch motivierte Hundeentführungen wird der Beamte hinter dem Schalter zum besten aller möglichen Berater. Es ist ein leise, aber beharrlich auftretender Zirkus, in dem Wahnwitz als Logik verkauft wird und dessen Manege der ganz normale Alltag ist.

Mit scharfer Zunge und sarkastischem Witz erzählt das iranische Regie-Duo Alireza Khatami und Ali Asgari von neun Menschen, die zum Opfer der banalen Bosheit der Beamten werden. Ein gerade in seiner formalästhetisch radikalen Einfachheit aufwühlender, schwarzhumoriger Akt der Revolution.

Ob Meldestelle, Schule, Jobcenter oder Bürgeramt: die dortigen Mitarbeiter scheinen vom autoritären Regime indoktriniert. Mit entwaffnender Ehrlichkeit und absurden Szenen angereichert, präsentiert „Irdische Verse“ eine vielschichtige Gesellschaft. Und zeigt auf, wie ein politisch gelenkter Behördenapparat einfache Bürger zur Verzweiflung bringen kann. (programmkino.de)

Originaltitel:
Ayeh haye zamini
 
Iran 2023, 77 Min.
Regie:
Ali Asgar, Alireza Khatami
Drehbuch:
Ali Asgar, Alireza Khatami
Bildgestaltung:
Adib Sobhani
Mit:
Bahram Ark, Sadaf Asgari, Ardeshir Kazemi, Gohar Kheirandish, Majid Salehi, Hossein Soleimani u.a.
FSK:
Ab 6 Jahre Deskriptoren

Foto und Trailer zum Film

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FSK: ab 0

Vorstellungen des Films

Poster des Films Irdische Verse
Im Caligari:

Sa 27.04.2024

So 28.04.2024

Di 30.04.2024

Mi 01.05.2024

Im Orfeo:

Do 02.05.2024

Fr 03.05.2024

Sa 04.05.2024

So 05.05.2024