Inhalt
Im Spiegel meiner Mutter
Beschreibung des Films und Credits
Die erfolgreiche Archäologin und Universitätsprofessorin Ursula Scheuner macht bei Ausgrabungen im Moor einen sensationellen Leichenfund, der ihr finanziell angeschlagenes Institut retten könnte. Gleichzeitig muss sie den kürzlichen Tod ihrer Mutter verarbeiten. Beim Aufräumen des Elternhauses beginnen für Ursula die Grenzen zwischen Gegenwart und Vergangenheit zu verschwimmen. Gefangen in einem Labyrinth aus Verlust und Trauer muss Ursula schnell einen Weg hinausfinden. Doch als ihre neue Assistentin Mel andeutet, sehr viel mehr über Ursulas Lebensgeschichte zu wissen, droht ein lange verborgenes Familiengeheimnis an die Oberfläche zu gelangen.
Nach dem 1975 entstandenen „Tue Recht und scheue Niemand – Das Leben der Gerda Siepenbrink“ und dem 1980 gedrehten „Hungerjahre“ bildet „Im Spiegel meiner Mutter“ den späten Abschluss einer losen Trilogie, mit der die Autorin und Regisseurin Jutta Brückner von Mutter-Tochter-Beziehungen erzählt. In den 70er Jahren war Brückner neben Margarete von Trotta oder Helma Sanders-Brahms eine der prägenden weiblichen Stimmen des Neuen Deutschen Films, hatte im Gegensatz zu manch männlichen Kollegen jedoch oft Mühe, ihre Projekte finanziert zu bekommen. So liegt ihr letzter Film inzwischen schon über 20 Jahre zurück, mit Mitte 80 gelang es Brückner nun doch noch, einen weiteren, vielleicht letzten Spielfilm zu realisieren.
Dabei verlangt sie dem Zuschauer einiges ab, denn „Im Spiegel meiner Mutter“ mag sich auf den ersten Blick zwar wie ein konventioneller, von einer stringenten Narration geprägter Film wirken, erzählt jedoch assoziativ und springt lose durch die Zeiten. Bruchstückhafte Rückblenden deuten das schwierige Verhältnis zwischen Ursula und ihrer Mutter an, das von Eifersucht und Besitzdenken geprägt war, was den Abnabelungsprozess schwierig werden ließ. Zwischen diesen beiden Frauen stand stets der Vater, der sich ganz der Zeit von Ursulas Jugend entsprechend verhielt, eine Liebhaberin hatte, die Familie bald verließ.
Diese und andere Geheimnisse kommen nach und nach an die Oberfläche, auch dank der mysteriösen Figur der Melanie, die nicht ohne Grund stets nur mit Ursula zusammen im Bild erscheint, jedoch nie mit einer dritten Person. Ist sie nur das Figment von Ursulas Imagination? Vielleicht ihr jüngeres Ich, das der älteren Ursula nun bei der Verarbeitung der Vergangenheit hilft. (programmkino.de)
- BRD 2026, 95 Min.
- Regie:
- Jutta Brückner (Hitlerkantate, Kolossale Liebe, Hungerjahre)
- Drehbuch:
- Jutta Brückner
- Bildgestaltung:
- Daniela Knapp
- Mit:
- Corinna Harfouch, Carla Juri, Hildegard Schmahl, Nina Kunzendorf, Samuel Finzi, Sebastian Schwarz u.a.
- FSK:
- Ab 12 Jahre Deskriptoren
Foto und Trailer zum Film
Vorstellungen des Films
Ende August im Caligari geplant




