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Poster des Films Green Border

Green Border

Beschreibung des Films und Credits

2021. Angelockt von den Versprechungen des belarussischen Diktators Lukaschenko, haben Bashir und Amina mit ihrer syrischen Familie wie viele andere Geflüchtete den Flug nach Minsk gebucht, um von dort über die grüne Grenze nach Polen und dann zu ihren Verwandten in Schweden zu gelangen. Doch die Verheißung wird zur Falle. Zusammen mit Tausenden anderen steckt die Familie im sumpfigen Niemandsland zwischen Polen und Belarus fest, von den Grenzschützern beider Länder im streng abgeschirmten Sperrgebiet hin und her getrieben, abgeschnitten von jeder Hilfe.

In Schwarz-Weiß gedreht und auf die Vorgänge in den Wäldern entlang der Grenze konzentriert, zeichnet der Film mit aller Härte die Aushöhlung von Menschenrechten und der europäischen Asylrechtsregelungen im Zuge der Flüchtlingskrise ab 2014 nach. Er stellt eine harsche Anklage der polnischen Flüchtlingspolitik und der Europäischen Union dar. Durch einen Blick auf das zivilgesellschaftliche Engagement von Aktivistengruppen endet der Film dennoch auf einer hoffnungsvollen Note. (film-dienst)

Der Produktion ging ein intensiver Prozess der Recherche voraus. Agnieszka Holland und ihre KoautorInnen sprachen mit Beteiligten auf allen Seiten, Grenzschützern, Geflüchteten, Menschenrechtsaktivisten, Ärzten. Für jede im Drehbuch beschriebene Situation gibt es ein Vorbild in der Realität. Auf dieser Grundlage entstand der Spielfilm „Green Border“ mit seinen fiktionalen Charakteren, seiner multiperspektivischen Erzählweise, seinen Spannungsbögen. 

„Green Border“ wurde bei seiner Weltpremiere auf den Filmfestspielen von Venedig begeistert aufgenommen und mit dem Spezialpreis der Jury sowie sechs weiteren Preisen ausgezeichnet. Derweil beschimpften führende Vertreter der PIS-Regierung mitten im polnischen Wahlkampf Agnieszka Holland als Nestbeschmutzerin und verglichen sie mit Goebbels. Sie wurde so massiv bedroht, dass sie zeitweilig unter Personenschutz stand, die polnischen Kinos sollten auf Anweisung des Justizministers vor jeder Vorstellung des Films einen distanzierenden Spot zeigen. „Green Border“ wurde dennoch zum zweitbesucherstärksten Film des Jahres in Polen.

Originaltitel:
Zielona Granica
 
Tschechische Republik/Polen/Belgien 2023, 152 Min., s/w
Regie:
Agnieszka Holland (Charlatan, Klang der Stille, Hitlerjunge Salomon)
Drehbuch:
Agnieszka Holland, Gabriela £azarkiewicz-Sieczko, Maciej Pisuk
Bildgestaltung:
Tomasz Naumiuk
Mit:
Jalal Altawil, Maja Ostaszewska, Behi Djanati Ataï, Mohamad Al Rashi, Dalia Naous, Tomasz Włosok u.a.
FSK:
Ab 12 Jahre Deskriptoren

Foto und Trailer zum Film

  • Foto aus Green Border
Trailer sehen:
FSK: ab 12

Vorstellungen des Films

Poster des Films Green Border

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