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Poster des Films Ghost Dog: Der Weg des Samurai

Ghost Dog: Der Weg des Samurai

Beschreibung des Films und Credits

Seit Akira Kurosawas „Sieben Samurai“ sind die Mythen um die treuen japanischen Krieger weltweit ein Begriff. Ihr Ehrenkodex diente zahlreichen Gangsterfilmen als Vorlage. An diese knüpft nun auch Jim Jarmusch an, um eine sehr eigenwillige, faszinierende Story zu erzählen, die die Gebote der fernöstlichen Philosophie in die Geschichte des einsamen Killers einfließen läßt, der sich wider Willen mit der Mafia anlegt.

Seine Aufträge erhält der zuverlässige Schütze diskret per Brieftauben, mit denen er auf dem Dach eines verfallenen Hauses on the end of nowhere haust. Bei einem Job verletzt er die eisernen Regeln seines Auftraggebers Louie. Er läßt eine Zeugin am Leben, weil sie „Rashomon“ liest. Der schmierige Mafioso ist in der Hierarchie der Cosa Nostra aber nur ein kleines Licht. Sein Boß Vargo, der mit wahrem Altersstarrsinn die Prinzipien durchsetzt, will Ghost Dog trotz seiner Verdienste um die Familie eliminieren. Ein tödliches Duell beginnt.

Ghost Dog hat zweifellos Kultpotential. Kaum einem Regisseur gelingt es wie Jarmusch, die Grundmythen des Geschichtenerzählens zu einem eigenständigen, modernen Puzzle zusammenzusetzen. Der mit minimalistischem Aufwand gedrehte Film steht in der Tradition des „Eiskalten Engel“ und besticht durch seinen augenzwinkernden Genremix, der Kurosawas Samurais mit klassischen Elementen der Mafiaepen, Western, Rap und Hip-Hop mischt. Lakonischer Humor, Slapstickeinlagen und die brillante Kameraführung prägen die Groteske.
Es wäre kein Jarmusch-Film, würde Gewalt um der Gewalt willen zelebriert. Er hinterfragt intelligent das Bild vom starken Mann und Begriffe wie Freundschaft, Ehre und Loyalität. Seine Mafia-Rentner-Riege macht den Eindruck, daß ihre Macht eher der Angst vor dem Mythos als wirklicher Kraft entspringt. Bis in die kleinste Nebenrolle ist der Film stimmig besetzt, und Forest Whitaker ist einmal mehr eine Klasse für sich. (filmecho)

Eintritt: nur 8 Euro

Originaltitel:
Ghost Dog
 
USA/Frankreich/BRD 1999, 116 Min., OmU
Regie:
Jim Jarmusch (Dead Man, Night on Earth, Mystery Train, Down by Law, Stranger than Paradise)
Drehbuch:
Jim Jarmusch
Bildgestaltung:
Robby Müller
Musik:
The RZA
Mit:
Forest Whitaker, John Tormey, Cliff Gorman, Henry Silva, Isaach de Bankolé, Victor Argo, u.a.
FSK:
Ab 16 Jahre

Foto und Trailer zum Film

  • Foto aus Ghost Dog: Der Weg des Samurai
Trailer sehen:
FSK: ab 12

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Vorstellungen des Films

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LunaLudwigsburg

Do 09.04.2026

OmU = Original mit deutschen Untertiteln

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