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Für immer 16
Beschreibung des Films und Credits
Charlotte, Helena und Oskar treffen sich nach langer Zeit wieder und fahren gemeinsam in den Urlaub. Charlotte ist reich, sie hat als Schauspielerin Karriere gemacht und sie lädt Helena und Oskar ein, die bitterarm sind. Die drei waren früher die Experimentalfilmgruppe „Für immer 16“ und hatten sich heillos zerstritten. Im Urlaub brechen Neid und Eifersucht erneut aus und nehmen sogar an Schärfe zu, als Rudolph in ihr Leben tritt. Sie beschließen – wie früher – einen Undergroundfilm zu drehen: Demenzia, eine männermordende Serienkillerin, soll unentwegt Typen umbringen, die allesamt von Rudolph gespielt werden.
Regiekommentar von Brezel Göring:
Neben den Rivalitäten und Streitereien stellen sich auch grundsätzliche Fragen: wie altern Subversion, schwarzer Humor, Antimoral, Genderidentitäten, Feminismus, jugendliche Fundamentalopposition? Und wie kann man verhindern, dass Subversion Teil des Mainstreams und der Verwertungskultur wird? Die drei Hauptpersonen stehen für unterschiedliche Formen des Scheiterns: Charlotte kommerzialisiert sich, Helena verbittert über der Erfolglosigkeit und Oskar gibt resigniert die Kunst auf. Die fiktive Kunstgruppe, um die es geht, drehte Super-8-Filme. Dieses preiswerte Format, ursprünglich für den Heimgebrauch und Urlaubsfilme entwickelt, wurde das Symbol kultureller Dissidenz und die Ästhetik des antikommerziellen Widerstands jenes Zeitalters, in dem dieses dilettantisch-geniale Trio aktiv war. Der Film „Für immer 16“ wurde ebenfalls auf Super-8-Material gedreht. Das Leben der ProtagonistInnen zeichnet sich durch den rauen, grobkörnigen Charme, die traumgleiche Unschärfe und die Indifferenz des Amateurformats aus. Die Umwertung der Werte findet auch an der Peripherie statt.
Der gesamte Film ist mit Musik von Stereo Total unterlegt. Dadurch ist - transportiert durch ihren Gesang - Françoises lustig-freche Art zu Denken gegenwärtig und der Klang ihrer Stimme verbreitet die respektlos-heitere Subversion, für die sie ihre Fans geliebt haben.
„Für immer 16“ erinnert an die schnoddrigen Dialoge von May Spils, den anarchischen Humor John Waters' und die Low-Budget-Bastelpoesie Wenzel Storchs. (epd film)
Ein Interview mit Regisseur Brezel Göring gibt es aktuell im filmdienst
- BRD 2026, 73 Min.
- Regie:
- Brezel Göring
- Drehbuch:
- Brezel Göring
- Buchvorlage:
- Françoise Cactus
- Bildgestaltung:
- Stephan Holl
- Musik:
- Stereo Total
- Mit:
- Lilith Stangenberg, Chang Wang, Mücke, Anton Garber, Twiggy u.a.
- FSK:
- Ab 16 Jahre Deskriptoren
Foto und Trailer zum Film
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CaligariLudwigsburg
Do 24.09.2026
Mi 30.09.2026




