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Poster des Films Father Mother Sister Brother

Father Mother Sister Brother

Beschreibung des Films und Credits

Ein behutsam als Triptychon komponierter Spielfilm. Die drei Geschichten kreisen um die Beziehungen erwachsener Kinder zu ihren teils distanzierten Eltern und untereinander. Jedes der drei Kapitel spielt in der Gegenwart, jedes in einem anderen Land: „Father“ ist im Nordosten der USA angesiedelt, „Mother“ in Dublin und „Sister Brother“ in Paris. Es ist eine Reihe von Charakterstudien, ruhig, beobachtend und ohne Wertung. Und zugleich durchzogen von feinen Fäden der Melancholie. Bei den Filmfestspielen von Venedig wurde der Film mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet.

Im ersten Teil besuchen zwei Geschwister ihren Filmvater, gespielt von Tom Waits, auf dem Land im Nordosten der USA. Der pumpt seine Brut gerne mal an, um sich den ein oder anderen Luxus leisten zu können. Deren Besuch ist daher etwas heikel. Tom Waits ist in Bestform. Wie schon in der ersten Episode ist auch der Besuch der beiden Schwestern bei ihrer von Charlotte Rampling gespielten Mutter in Dublin von peinlichem Schweigen geprägt. In der letzten Episode besucht ein Zwillingspaar noch einmal die Wohnung ihrer bei einem Flugzeugabsturz umgekommenen Eltern und entdeckt Dinge, von denen sie noch gar nichts wussten.

Ein Episodenfilm wie ein Gruß aus vergangenen Zeiten. Irgendwie erinnert „Father Mother Sister Brother“ an „Coffee & Cigarettes“ von 2003, diesmal geht es um das Thema Familie, doch bestimmte Dinge kommen in allen drei Episoden vor: Das Auto, Kaffee oder Tee trinken und eine Rolex-Uhr.
Jarmusch setzt auf feine Beobachtungen und wiederkehrende Symbole. Gesten, Blicke und Pausen sagen hier oft mehr als Worte. Mag sein, dass die einzelnen Episoden dieses Triptychons eher belanglos sind, doch Jarmusch gelingt es, sie maximal zu entschleunigen und eine irgendwie beruhigende Stimmung aufzubauen. Beinahe hypnotisiert sinkt man in den Kinosessel und lässt sich entspannen von einem Meister seines Fachs. (programmkino.de)

Originaltitel:
Father Mother Sister Brother
 
USA/Italien/Frankreich/Irland 2025, 110 Min.
Regie:
Jim Jarmusch (Paterson, Only Lovers Left Alive, The Limits of Control, Broken Flowers, Ghost Dog, Dead Man, Night on Earth, Down by Law, Stranger than Paradise)
Drehbuch:
Jim Jarmusch
Bildgestaltung:
Yorick Le Saux, Frederick Elmes
Musik:
Jim Jarmusch & Anika
Mit:
Tom Waits, Adam Driver, Mayim Bialik, Charlotte Rampling, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Indya Moore, Luka Sabbat u.a.
FSK:
Ab 12 Jahre Deskriptoren

Foto und Trailer zum Film

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FSK: ab 0

Vorstellungen des Films

Poster des Films Father Mother Sister Brother

Ab 27. Februar im Caligari geplant