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Einar Schleef - Ich habe kein Deutschland gefunden
Beschreibung des Films und Credits
Einar Schleef (1944-2001) war Theatermacher, Bühnenbildner, Schriftsteller, Fotograf, Maler und Filmemacher. Ein Gesamtkünstler aus der Mitte Deutschlands, der in keinem Deutschland ein Zuhause fand – und deshalb sein genauester Chronist ist. Er grub sich mit allen künstlerischen Mitteln in die deutsche Realität hinein, in die Abgründe der deutschen Geschichte, die er in die Gegenwart holte.
Geboren in der ostdeutschen Provinz, aufgewachsen in der Nachkriegs-DDR, hatte er erste Theatererfolge in Ostberlin, die auch gleich Skandale sind. Der Flucht in den Westen 1976 folgte Depression. Nach langer Pause „brach er über das westdeutsche Theater herein wie eine Naturkatastrophe“ (Behrens, 2003). Mit jeder Inszenierung sprengte Schleef das deutsche Sprechtheater. Erzählte vom Krieg, der noch stattfindet, von Fremdenhass und der Fremdheit zwischen Ost und West, die sich für Schleef nie aufgelöst hat. „Die Tragödie ist die Welt, wie sie ist“, sagte Schleef. „Die Komödie ist die Erholung davon.“ Schleef konnte sich nicht erholen.
Wir sehen, hören, fühlen Schleef, den Körpermenschen, erleben seine Erfolge und sein Scheitern. Ein Stationendrama, das uns mit ihm, seinen Worten, Texten, Inszenierungen, Fotografien und Filmen auf eine Zeitreise nimmt, von seiner Kindheit in Sangerhausen in den 1950er Jahren bis zur Jahrtausendwende im vereinten Deutschland. Von den Anfängen als hochbegabter Jugendlicher bis zu seinem einsamen Tod in einem Berliner Krankenhaus.
- BRD 2026, 93 Min.
- Regie:
- Sandra Prechtel
- Drehbuch:
- Sandra Prechtel
- Montage:
- Olaf Voigtländer, Katja Dringenberg
- FSK:
- Ohne Altersbeschränkung
- Dokumentarfilm
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LunaLudwigsburg
So 15.11.2026




