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Freitag, 16. November 2018

Die Sonneninsel

Foto aus Die Sonneninsel

Wie lässt sich anhand eines Koffers mit Briefen, einer Handvoll Gedichte und einer Blechdose mit Schmalfilmen eine der außergewöhnlichsten Familiengeschichten des 20. Jahrhunderts rekonstruieren?
Einer der weltweit renommiertesten Filmwissenschaftler, Thomas Elsaesser, erweckt in seinem Essayfilm „Die Sonneninsel“ aus dokumentarischem und persönlichem Filmmaterial und Brieffragmenten den Geist des Auf- und Umbruchs der späten 20er und frühen 30er Jahre in Frankfurt und Berlin wieder zum Leben. Elsaesser erzählt die Geschichte seiner Großmutter, die mit dem bekannten Frankfurter Stadtarchitekten Martin Elsaesser (1884-1957) verheiratet war, aber mit dem unangepassten und idealistischen Gartenbauarchitekten Leberecht Migge eine Beziehung unterhielt. Weil die Kollegen befreundet, aber in ihrem beruflichen Streben unterschiedlich waren, erhellt der biografische Stoff zugleich ein Stück Architekturgeschichte: Elsaesser entwarf u.a. als Stadtbaudirektor in Frankfurt am Main die Großmarkthalle. Migge dagegen verwirklichte seine Ideen von nachhaltigem Landschaftsbau auf der Sonneninsel bei Berlin. Das Bildmaterial des Films stammt von Martin Elsaesser selbst, der mit privaten 8mm-Aufnahmen, Fotografien und Briefen die Geschehnisse rund um die Sonneninsel und damit die deutsche Zeitgeschichte während des zweiten Weltkriegs dokumentiert.

 
BRD 2017, 89 Min.
Regie:
Thomas Elsaesser

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