Inhalt
Die Blutgräfin
Beschreibung des Films und Credits
Elfriede Jelinek schreibt, Isabelle Huppert spielt: das klingt wie einst in „Die Klavierspielerin“ von Michael Haneke. Diesmal sitzt freilich Ulrike Ottinger auf dem Regiestuhl. Die Avantgardistin wird ihrem Ruf als visueller Wirbelwind gerecht. Sie zelebriert opulente Schauplätze und Kostüme in einem opernhaften Rausch. Ein horrorhumoristischer Tanz der Vampire mit Wiener Blut und Wiener Schmäh. Die läppischen Figuren mit ebensolchen Namen mögen etwas blutleer erscheinen. Dafür überzeugen grandiose Kulissen samt eindrucksvoller Ausstattung. (programmkino.de)
Jahrhunderte nach ihrem mysteriösen Verschwinden taucht die Blutgräfin im heutigen Wien wieder auf. Der Legende nach ist sie eine der fleißigsten Vampirinnen des 16. Jahrhunderts, die sich reihenweise Dienstmädchen schmecken ließ. Gemeinsam mit ihrer treuen Zofe versucht sie, ein gefährliches Buch aufzuspüren, das die Macht besitzt, alles Böse zu vernichten – einschließlich Vampire. Doch auch die Konkurrenz ist hinter dem Buch her: eine Allianz aus Vegetariern und Ordnungsmächten will sie und ihre Wiener Vampir-Bande dingfest machen. Und ein Kongress kleingeistiger Geisteswissenschaftler plant gar die Analyse der „Identität der Vampire im Zeitalter ihrer digitalen Reproduzierbarkeit“. Als Untersuchungsgegenstand jedoch taugt die Blutgräfin nicht, lieber begibt sie sich selbst auf Schnitzeljagd entlang der prächtigen historischen Orte Wiens. Zwei Vampirforscher und ein Polizeiinspektor sind ihnen dicht auf den Fersen durch gesellige Gruften, über Friedhöfe und auf Riesenräder: überall sind Spuren zu entziffern, die zum Buch der Bücher führen. Die morbide Welt des alten Wiens – eine Bibliothek unendlicher Möglichkeiten.
- Österreich/Luxemburg/BRD 2026, 119 Min.
- Regie:
- Ulrike Ottinger (Paris Calligrammes, Chamissos Schatten, Unter Schnee, Dorian Gray im Spiegel der Boulevardpresse, Freak Orlando)
- Drehbuch:
- Ulrike Ottinger, Elfriede Jelinek
- Bildgestaltung:
- Martin Gschlacht
- Mit:
- Isabelle Huppert, Birgit Minichmayr, Maria Fliri, Thomas Schubert, Lars Eidinger, André Jung, Marco Lorenzini, Maresi Riegner, Karl Markovics u.a.
- FSK:
- Ab 12 Jahre Deskriptoren
Foto und Trailer zum Film
Vorstellungen des Films
Anfang November in Ludwigsburg geplant




