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Poster des Films Déserts - Für eine Hand voll Dirham

Déserts - Für eine Hand voll Dirham

Beschreibung des Films und Credits

Mehdi und Hamid, langjährige Freunde, arbeiten für ein windiges Inkassobüro. Ihre Klientel besteht aus den Ärmsten der Armen, den Bewohnern der trostlosen Wüstenlandschaften im Süden Marokkos. In ihrem abgenutzten Renault reisen sie von einem gottverlassenen Dorf zum nächsten, um die säumigen Schuldner dazu zu bringen, Kredite zurückzuzahlen, die sie sich eh nie leisten konnten. Dabei schrecken sie auch vor unkonventionellen Methoden nicht zurück. Ihre skurrile Mission gerät jedoch ins Wanken, als sie plötzlich an einer Tankstelle einen Mann entdecken, der an den Gepäckträger eines Motorrads gefesselt ist – und eine rätselhafte, mystische Reise nimmt ihren Anfang.

Der in Cannes ausgezeichnete Marokkaner Faouzi Bensaïdi ist nicht nur Regisseur, sondern spielt auch selbst in den meisten seiner Filme. Mit „Déserts“ schafft er ein intensives, visuell herausragendes Werk, voll von skurrilem Humor und tragikomischen Begegnungen.

Ein Genre war dem Regisseur und Drehbuchautor Faouzi Bensaïdi nicht genug: Deshalb kombinierte er ein skurriles Buddy-Movie mit einem strengen, nahezu mythischen Arthouse-Western. Das ist mutig, beinahe schon tollkühn zu nennen, denn dieses Spagat zwischen zwei gegensätzlichen Genres fordert die Zuschauer ganz schön heraus. Aber ist das nicht die eigentliche Aufgabe des Kinos?
Die Schauspieler überzeugen auf ganzer Linie und tragen das mutige Regiekonzept mit großer Professionalität und Kreativität. Zwischen Fehd Benchemsi und Abdelhadi Taleb, den beiden Mitgliedern des Schuldeneintreiber-Duos, stimmt die Chemie aufs Beste, und sie haben das für Slapstick notwendige, stoische Timing perfekt drauf. Rabii Benjhaile besitzt die passende Ausstrahlung für seine Rolle als düsterer, namenloser Rächer.
Dabei hat „Déserts“ auch eine starke politische Dimension, die ziemlich offensichtlich ist: Es geht um die Vernachlässigung armer, prekär lebender Bevölkerungsgruppen, die einem alles zermalmenden Raubtierkapitalismus quasi als Opfer dargeboten werden. Dem stellt sich Faouzi Bensaïdi mit den Waffen des Kinos und einem unerschütterlichen Glauben an den Menschen und seine Möglichkeiten entgegen.
(programmkino.de)

Originaltitel:
Déserts
 
Frankreich/BRD/Marokko/Belgien/Katar 2023, 125 Min., Scope
Regie:
Faouzi Bensaïdi
Drehbuch:
Faouzi Bensaïdi
Bildgestaltung:
Florian Berutti
Mit:
Fehd Benchemsi, Abdelhadi Taleb, Rabii Benjhaile, Hajar Graigaa, Faouzi Bensaïdi u.a.
FSK:
Ab 12 Jahre

Foto und Trailer zum Film

  • Foto aus Déserts - Für eine Hand voll Dirham
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Vorstellungen des Films

Poster des Films Déserts - Für eine Hand voll Dirham

Ab 19. Juli im Caligari geplant