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Der Magier im Kreml
Beschreibung des Films und Credits
Der Historienfilm führt in der schwer durchschaubaren Hauptfigur reale Vorbilder zusammen und bietet eine facettenreiche Analyse, an welchen Stellschrauben der Macht gedreht wurde, um Russlands politisches System mit Putin an der Spitze neu zu justieren. (filmdienst)
Anfang der 1990er Jahre. Die UdSSR ist zusammengebrochen. Mitten im Chaos eines Landes, das sich neu finden muss, macht ein äußerst intelligenter junger Mann, Wadim Baranow, Karriere. Zunächst Avantgarde-Künstler, dann Produzent von Reality-TV-Shows, wird er inoffizieller Berater eines ehemaligen KGB-Agenten, der die absolute Macht an sich reißen soll, dem Mann, der bald als „Der Zar" bekannt sein wird, Wladimir Putin. Tief im Herzen des Systems wird Baranow zum Strippenzieher des neuen Russlands und prägt Reden, Sichtweisen und Fantasien. Nur eine Figur entzieht sich seiner Kontrolle: Ksenia, eine freiheitsliebende und unabhängige Frau, die die Möglichkeit der Flucht verkörpert – weit entfernt von politischer Macht und Einfluss. Fünfzehn Jahre nach seinem Rückzug aus der Öffentlichkeit ist Baranow bereit auszupacken. Was er offenbart, verwischt die Grenzen zwischen Wahrheit und Fiktion, Glaube und Strategie.
Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Giuliano da Empoli, der in mehreren europäischen Ländern zum Bestseller wurde. Vielleicht auch deswegen, weil er auf einfach zu verstehende Weise darlegt, wie Putin nicht nur an die Macht kam, sondern wie diese auch über Jahrzehnte gefestigt wurde – bis alles in dem Russland endete, das man heute kennt, dem größten Gefängnis aller Zeiten, wie eine der Figuren desillusioniert betont. Die Figur des Vadim Baranow ist fiktiv, ist aber inspiriert von Wladislaw Surkow, der als graue Eminenz des Kremls galt.
Das Geschehen von mehr als 20 Jahren in zweieinhalb Stunden zu kondensieren, ist nicht leicht. Regisseur Assayas und seinem Ko-Autor gelingt es fast mühelos. Sie treiben ihre Handlung konsequent voran und zeichnen dabei nicht nur das Psychogramm eines Möglichmachers, sondern auch das eines Machtmenschen, den alle unterschützt haben: Putin. Der taucht erst nach 45 Minuten auf. Jude Law spielt ihm und sieht dem Despoten zum Verwechseln ähnlich. Auch hier gilt: eine meisterhafte Darstellung. (programmkino.de)
Als Mischung aus Politthriller und Geschichtslektion überzeugt er durch Tempo, Ausstattung und die Analyse eines spezifisch russischen „Advokaten des Teufels“. (filmdienst)
- Originaltitel:
- Le Mage du Kremlin
- USA/GB/Frankreich 2025, 146 Min.
- Regie:
- Olivier Assayas (Personal Shopper, Die Wolken von Sils Maria, Carlos - Der Schakal, Irma Vep)
- Drehbuch:
- Olivier Assayas, Emmanuel Carrère
- Buchvorlage:
- Roman von Giuliano da Empoli
- Bildgestaltung:
- Yorick Le Saux
- Mit:
- Paul Dano, Jude Law, Alicia Vikander, Tom Sturridge, Jeffrey Wright, Will Keen, Andris Keiss u.a.
- FSK:
- Ab 12 Jahre Deskriptoren
- Die Originalfassung ist in englischer Sprache
Foto und Trailer zum Film
Vorstellungen des Films
Mitte Mai im Caligari




