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Sonntag, 15. September 2019

Burning

Foto aus Burning

Nach seinem Studium kehrt der junge Jongsu in sein Heimatdorf zurück. Ein zufälliges Wiedertreffen mit seiner Schulkameradin Haemi führt zu einer gemeinsamen Nacht. Jongsus Gefühle sind geweckt, doch der Zeitpunkt ist ungünstig – Haemi steht kurz vor einem lange geplanten Trip nach Afrika. Sehnsüchtig erwartet Jongsu den Tag ihrer Rückkehr. Am Flughafen trifft er sie jedoch nicht alleine an. Auf der Reise hat sie den wohlhabenden und mysteriösen Ben kennengelernt, der von nun an nicht mehr von ihrer Seite weicht. Als Haemi plötzlich spurlos verschwindet, stürzt die verzweifelte Suche nach ihr Jongsu in ein Labyrinth aus Misstrauen und Paranoia.

Schon die Begegnung von Haemi und Jongsu ist ein Rätsel, ihre Bekanntschaft in der Schule vielleicht ebenso eine Phantasie oder Lüge wie die Existenz oder Nichtexistenz der Katze, von der stets nur gesprochen wird, die jedoch nie zu sehen ist. Zündet Ben tatsächlich Scheunen an? Hat er tatsächlich etwas mit dem Verschwinden Haemis zu tun? Oder blickt Lee Chang-dong mit seinem Film vor allem in die Psyche eines Möchtegern-Schriftstellers und seiner blumigen Vorstellungswelt?
Wie Lee all diese Fragen im Raum hält, sich nicht auf klare Antworten festlegen lässt, dabei aber dennoch in keinem Moment willkürlich und auf banale Weise verwirrend wirkt, macht „Burning“ so faszinierend. Mit seinem betont langsamen, fast zeitlupenhaften Tempo verlangt er nach einem anderen Sehen als gewöhnliche, von straffer Narration getriebene Filme. Die Vielschichtigkeit offenbart sich hier erst im Nachhinein, beim Nachdenken über einen der rätselhaftesten, aber auch beeindruckendsten Filme des Kinojahres. (programmkino.de)

Eine Charakterstudie, die sich zu einem Thriller entwickelt, oder ein Thriller, der von sozialen Verhältnissen erzählt? Wahrscheinlich beides zugleich und noch mehr; „Burning“ ist das Wunderwerk eines chamäleongleich in vielen Facetten schillernden Films, der selbst mehrfaches Sehen dankt. (epd film)

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Originaltitel:
Beoning
 
Südkorea 2018, 148 Min.
Regie:
Lee Chang-dong
Drehbuch:
Oh Jung-mi, Lee Chang-dong
Kamera:
Hong Kyung-pyo
Darsteller:
Yoo Ah-in, Steven Yeun, Jun Jong-seo u.a.
FSK:
Ab 16 Jahre

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