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Poster des Films Berlin Alexanderplatz

Berlin Alexanderplatz

Beschreibung des Films und Credits

Sein Gespür für die Randgruppen unserer Gesellschaft, für komplexe und relevante Themen, die mit starker visueller Sprache, spielerischen Erzählformen und eigenwilliger Handschrift für die große Leinwand inszeniert sind, hat Burhan Qurbani bereits mit 2014 mit „Wir sind jung. Wir sind stark“ über die Rostock-Lichtenhagen-Progrome bewiesen. Nun hat er sich dem Jahrhundertroman Berlin Alexanderplatz von Döblin angenommen und ihn ins heutige Berlin transformiert.

Ältere Jahrgänge erinnern sich bestimmt an die Fassbinder-Verfilmung von 1980, die in 13 Teilen plus Epilog ausgestrahlt wurde und zum Aufstand der deutschen Fernsehnation führte. War es damals der Protagonist Franz Biberkopf, der nach einem Gefängnisaufenthalt Ende der 1920er Jahre in ein Berlin entlassen wird, das er kaum wiedererkennt, so ist es jetzt in der Neuinterpretation von Burhan Qurbani der Flüchtling Francis, der beinah im Mittelmeer ertrinkt und dem sich nun in einem ihm völlig fremden Berlin eine zweite Lebenschance auftut. Genau wie Biberkopf ist er fest entschlossen diese zweite Chance zu ergreifen und ein guter Mensch zu werden. Doch genau das wird die Gesellschaft auch heute nicht zulassen, eigentlich wird Francis dort nie ankommen. Arbeitet er anfangs illegal für einen zwielichtigen Unternehmer im Berliner U-Bahn-Bau, trifft er später auf einen deutschen Drogendealer, mit dem ihm bald eine düstere Schicksalsgemeinschaft verbindet.

Qurbani setzt in seinem Remake auf grandiose Bild- und Toneffekte und peppt den heute vielleicht etwas angestaubten Roman ordentlich auf.
Stolze drei Stunden dauert das wuchtige Lehrstück über das Fressen und die Moral. Eine rigorose Zumutung – die sich freilich in jeder Minute lohnt. (programmkino.de)

„Berlin Alexanderplatz” besitzt eine Wucht, die man selten gesehen hat im deutschen Film der letzten Jahrzehnte. Es ist ein atemberaubender Trip durch die Unterwelt Berlins, ein Gangsterepos, das getragen wird von seinen hervorragenden Schauspielern. (epd film)

 
BRD 2020, 183 Min.
Regie:
Burhan Qurbani (Shahada, Wir sind jung. Wir sind stark)
Drehbuch:
Burhan Qurbani, Martin Behnke nach Alfred Döblin
Bildgestaltung:
Yoshi Heimrath
Mit:
Welket Bungué, Jella Haase, Albrecht Schuch, Joachim Król, Annabelle Mandeng u.a.
FSK:
Ab 12 Jahre

Foto und Trailer zum Film

  • Foto aus Berlin Alexanderplatz
Trailer sehen:
FSK: ab 12

Vorstellungen des Films

Poster des Films Berlin Alexanderplatz

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