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Programmkinos in Ludwigsburg und Fellbach

Dienstag, 21. Januar 2020

Aquarela

Foto aus Aquarela

Wasser – als Eis, als wogendes Meer, als Regen oder Wasserfall – spielt die zentrale Rolle in Viktor Kossakovskys brillantem Filmessay, das sich eigentlich jeder Einordnung in ein Genre entzieht. Der Film ist eher eine psychedelische Erfahrung als eine Dokumentation. In gewaltigen Bildern zeigt er die Macht des Wassers, seine Schönheit und seine unerbittliche Willkür. Wunderbare, nie gesehene Kinobilder sind die Belohnung für Filmkunstfans, die bereit sind, sich auf dieses Erlebnis einzulassen. (programmkino.de)

In poetischen Bildern erzählt der Film von seinem launischen Temperament und verdeutlicht einmal mehr, dass der Mensch – trotz Jahrtausende langer Präsenz – seiner rauen Energie nicht gewachsen ist. Von Sibiriens gefrorenem Baikalsee, dem tiefsten und ältesten Süßwassersee der Erde, über die tödliche Wellenkraft des Hurrikans Irma in Miami bis hin zur überwältigenden Naturkulisse des weltweit höchsten Wasserfalls, dem Salto Ángel in Venezuela, ist Wasser die starke Hauptfigur.

Der Wunsch, eine Form zu finden, die das Wasser erfassen kann, führte dazu, den Film mit 96 Bildern pro Sekunde aufzunehmen. Kossakovsky erklärt: das war wichtig, weil das Wasser fortlaufend ist, die hohe Bildrate ermöglicht es, einen einzelnen Regentropfen auf eine unübersehbare Weise einzufangen. Man hat also mit einem starken Instrument zu tun, das die Wahrnehmung täuscht und die Vorstellung von Größe verändert. Das ist das enorme Potenzial von 96 Bildern pro Sekunde.

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Originaltitel:
Aquarela
 
GB/BRD/Dänemark/USA 2019, 90 Min., OmU
Regie:
Victor Kossakowsky (¡Vivan las Antipodas!)
Drehbuch:
Victor Kossakowsky, Aimara Reques
Kamera:
Ben Bernhard, Victor Kossakowsky
FSK:
Ab 6 Jahre
 
Dokumentarfilm
Im Caligari-Kino in 48fps und Dolby Atmos Ton
 
Mehrsprachig mit deutschen Untertiteln

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  • Do 23.01.2020
    20.15 (OmU)

OmU = Original mit dt. Untertiteln