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DOK-Premiere Dokumentarfilme mit Regisseurgesprächen

Seit 2011 gibt es unsere Reihe DOK Premiere im Kino Caligari. Jeden Monat wird ein aktueller Dokumentarfilm gezeigt. Anschließend diskutieren die Macher mit dem Publikum. Die Bandbreite an Dokfilmen ist bewusst breit gehalten. Dies kommt gut an. Es geht um außergewöhnliche Filme und Themen, über die sich ein Gespräch lohnt. Zu Gast waren sowohl bekannte Filmemacher wie Michael Glawogger, Volker Koepp, Christian Frei oder Samir, als auch junge Talente mit ihren Filmen. Manche Filme zeigen wir bereits vor ihrem Kinostart, andere sind sogar Team-Premieren einer Produktion. Kuration und Moderation: Kay Hoffmann In Zusammenarbeit mit dem Haus des Dokumentarfilms Stuttgart Die Reihe werden wir im Herbst weiterführen.

Informationen über den Film

03|2020

Foto aus dem Film
Der Krieg in mir

Textinformationen

Mi 4. März 2020 - 19:30 Uhr im Caligari-Kino

Im Anschluss an die Vorführung findet ein Filmgespräch mit Regisseur Sebastian Heinzel statt.

In seinem neuen Film untersucht Regisseur Sebastian Heinzel die Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs auf seine Familie, indem er dem Weg seines Großvaters nach Weißrussland folgt und dabei Verbindungen zu seiner eigenen Vergangenheit und den Kriegsträumen entdeckt, die ihn seit vielen Jahren verfolgen. Der Film zeigt, wie sich Knoten in der eigenen Familiengeschichte lösen lassen, um Versöhnung und Heilung zwischen den Generationen zu ermöglichen und er gibt Impulse und Anregungen für eine andere Betrachtung der eigenen Biografie.

BRD 2019, 83 Min.
Regie, Buch: Sebastian Heinzel
Kamera: Adrian Stähli

03|2020

Informationen zu den RegisseurInnen

Foto des Regisseurs/der Regisseurin

Sebastian Heinzel (geboren 1979 in Kassel) ist Autor, Regisseur und Filmproduzent. Er startet seine Karriere als Journalist. Später entdeckt er seine Leidenschaft für den Dokumentarfilm. Bereits vor seinem Regie-Studium an der Filmakademie Baden- Württemberg realisiert er die Dokumentarfilme b24 und 89 Millimeter, die international ausgezeichnet werden und eine Kinoauswertung erfahren. Er arbeitet als Dozent an Hochschulen im In- und Ausland und leitet Workshops und Seminare.

Informationen über den Film

02|2020

Foto aus dem Film
Das geheime Leben der Bäume

Textinformationen

Mi 12. Februar 2020 - 19:30 Uhr im Caligari-Kino

Im Anschluss an die Vorführung findet ein Filmgespräch mit Regisseur Jörg Adolph statt.

Als Peter Wohlleben 2015 sein Buch veröffentlichte, stürmte er damit über Nacht alle Bestsellerlisten: Wie der Förster aus der Gemeinde Wershofen hat noch niemand über den deutschen Wald geschrieben. Auf unterhaltsame Weise erzählt Wohlleben von der Solidarität und dem Zusammenhalt der Bäume und trifft damit bei seiner stetig wachsenden Lesergemeinde einen Nerv: In Waldführungen und Lesungen bringt er den Menschen diese außergewöhnlichen Lebewesen näher. Wohlleben reist nach Schweden zum ältesten Baum der Erde, er besucht Betriebe in Vancouver, die einen neuen Ansatz im Umgang mit dem Wald suchen, er schlägt sich auf die Seite der Demonstranten im Hambacher Forst. Weil er weiß, dass wir Menschen nur dann überleben werden, wenn es auch dem Wald gut geht – und es bereits Fünf vor Zwölf ist.

BRD 2020, 100 Min.
Regie, Buch: Jörg Adolph
Kamera: Daniel Schönauer (Naturfilmaufnahmen: Jan Haft)
Ohne Altersbeschränkung freigegeben

02|2020

Informationen zu den RegisseurInnen

Foto des Regisseurs/der Regisseurin

Jörg Adolph wurde 1967 in Herford geboren. Von 1988 bis 1994 war er Student der Neueren Deutschen Literatur und Medien in Marburg. Im Anschluss wechselte er an die HFF in München, wo er Fernsehpublizistik und Dokumentarfilm studierte. Sein Abschlussfilm „Klein, schnell und außer Kontrolle“, gewann 2001 den Deutschen Fernsehpreis. Seither arbeitet Adolph als freier Dokumentarfilmer. 2011 entstand der Kinodokumentarfilm „Die große Passion“ über die Vorbereitungen und Aufführungen des Oberammergauer Passionsspiel. 2018 wurde Jörg Adolph mit „Elternschule“, für den Deutschen Filmpreis nominiert. Der Film selbst entwickelte sich zum Politikum und wurde in der Öffentlichkeit sehr kontrovers diskutiert.

Informationen über den Film

01|2020

Foto aus dem Film
Das Forum

Textinformationen

Mi 8. Januar 2020 - 19:30 Uhr im Caligari-Kino

Im Anschluss an die Vorführung findet ein Filmgespräch mit Regisseur Marcus Vetter statt.

In Zeiten von grassierendem Populismus und zunehmendem Misstrauen gegenüber den Eliten begleitet Regisseur Marcus Vetter den 81-jährigen Gründer des umstrittenen Weltwirtschaftsforums über den Zeitraum von zwei Jahren bei seinen Bemühungen, sein Leitmotiv umzusetzen: den Zustand der Welt zu verbessern. Als Klaus Schwab der Klimaaktivistin Greta Thunberg nach ihrem Auftritt beim World Economic Forum in Davos 2019 einen Brief schreibt, beginnt ein Dialog zwischen den Generationen, der Hoffnung gibt. Trägt die Vision von Klaus Schwab Früchte und das WEF kann zur Lösung der globalen Probleme beitragen? Oder ist es Teil des Problems und dient schlussendlich doch nur den Eigeninteressen der globalen Elite?

BRD/Schweiz 2019, 115 Min.
Regie: Marcus Vetter
Buch: Christian Beetz, Georg Tschurtschenthaler
Kamera: Georg Zengerling

01|2020

Informationen zu den RegisseurInnen

Foto des Regisseurs/der Regisseurin

Marcus Vetter, Jahrgang 1967, geboren in Stuttgart, kam 1994 als freier Redakteur, Autor und Regisseur zum Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart. Seit 1998 ist er als freier Dokumentarfilmautor im Bereich Kultur und Gesellschaft beim Südwestrundfunk in Baden-Baden tätig. Vetter erhielt den Deutschen Filmpreis für „Das Herz von Jenin“, ist mehrfacher Grimme-Preisträger und nahm den deutschen Fernsehpreis für „Der Tunnel“ entgegen. Den Finanzmärkten und der Weltwirtschaft wendete er sich bereits in anderen Produktionen zu, etwa 2015 mit „The Forecaster“.