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Programmkinos in Ludwigsburg und Fellbach

Freitag, 18. Januar 2019

The House that Jack Built

Foto aus The House that Jack Built

In den späten 1970er Jahren lebt und mordet Jack im Nordwesten der USA. Mit seinem Wagen fährt er durch die Gegend, nimmt manchmal eine Anhalterin mit, der er den Schädel einschlägt, erschießt eine Affäre und deren zwei kleine Söhne und bewahrt deren – und all die anderen Leichen – in einem Warenhaus auf, wo er sie zur Erfüllung einer perfiden architektonischen Vision benutzt.
Denn Jack hat einst davon geträumt, Architekt zu werden, doch dazu hat er es nicht geschafft, ein Scheitern, dass ihn anzutreiben scheint, dass seine Gedanken füllt, seinen Hass. Von all dem erzählt er einem Mann, der lange Zeit nur als Stimme existiert, die Stimme von Bruno Ganz, dem Jack seine Geschichte erzählt (oder beichtet), ein Mann, der sich als Führer durch die Unterwelt herausstellt, als Jacks Vergil.
Spätestens wenn dieser Name fällt dürfte klar sein, was Lars von Trier in seinem neuen Film erzählt: Sein Jack ist Dante, der von Vergil in die Unterwelt geführt wird, wo er mit den Folgen seiner Taten konfrontiert wird.
Selten jedoch war die Hölle im Kino so atemberaubend schön, wie in den letzten Minuten von „The House that Jack built“. Hier zeigt von Trier einmal mehr seine ganze Klasse, aber auch seine Lust an der Provokation, an radikalen Ideen, die mal provozieren, mal ins zynische, plakative abzudriften drohen. (programmkino.de)

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Dänemark/Schweden 2018, 153 Min.
Regie:
Lars von Trier (Nymphomaniac, Melancholia, Dogville, Breaking the waves, Idioten, The element of crime)
Drehbuch:
Lars von Trier
Kamera:
Manuel Alberto Claro
Darsteller:
Matt Dillon, Bruno Ganz, Riley Keough, Sofie Gråbøl, Uma Thurman u.a.
FSK:
Ab 18 Jahre

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