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Donnerstag, 21. Juni 2018

The Happy Prince

Foto aus The Happy Prince

Von 1895-97 saß der legendäre Schriftsteller Oscar Wilde (Rupert Everett) im Zuchthaus eine Strafe wegen Unzucht und Sodomie ab. Nach seiner Entlassung war er in seiner englischen Heimat geächtet, ohne Aussicht, seine literarische Karriere fortsetzen zu können. Durch die moralische und vor allem finanzielle Unterstützung von Freunden konnte er in Frankreich und später Italien im Exil leben.
Doch das Geld war knapp, diverse Süchte – Kokain, Absinth, junge Männer – brachten ihn immer wieder in Geldnöte. Zunehmend verfiel Wilde, zog durch Europa, ließ sich von seinen immer spärlicher werdenden Bewunderern ein paar Pfund zustecken und starb schließlich 1900 in Paris. Auf dem legendären Friedhof Père Lachaise befindet sich sein Grab, bedeckt von Kussmunden seiner immer noch zahlreichen Anhänger.

Dass der bekannt eitle Schönling Rupert Everett sich dank aufwändigem Make-Up selbst so offensiv unattraktiv filmt, wirkt geradezu betont uneitel, doch Everetts naturalistische, exaltierte Performance ist auch die größte Stärke seines Films. Als Regisseur dagegen verliert er sich allzu oft in stilistischen Spielereien, die er eher kunstgewerblich aneinanderreiht, als sie zu einem überzeugenden Fluss zu formen. „The Happy Prince“ ist ein Herzensprojekt, dem man Everetts langjährige Beschäftigung mit seinem Thema anmerkt, dass allerdings weniger als runder Film überzeugt, als durch seine Einzelteile. (programmkino.de)

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BRD/Belgien/Italien/Großbritannien 2018, 106 Min.
Regie:
Rupert Everett
Drehbuch:
Rupert Everett
Kamera:
John Conroy
Darsteller:
Rupert Everett (Another Country, Brille mit Goldrand, Ein perfekter Ehemann, The Madness of King George uva.), Colin Firth, Emily Watson, Colin Morgan, Edwin Thomas, Tom Wilkinson u.a.
FSK:
Ab 12 Jahre

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