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Donnerstag, 19. September 2019

Synonymes

Foto aus Synonymes

Der junge Yoav ist mit hohen Erwartungen nach Paris gekommen. Er will so schnell wie möglich seine Nationalität loswerden. Israeli zu sein, ist für ihn eine Belastung, seine Landsleute nerven ihn ebenso wie die Besuche auf der israelischen Botschaft. Franzose zu werden hingegen bedeutet für ihn die Erlösung. Um seine Herkunft auszulöschen, versucht Yoav die Sprache zu ersetzen. Kein hebräisches Wort soll mehr über seine Lippen kommen, stattdessen setzt er alles daran, sein Französisch zu vervollkommnen. Das Wörterbuch wird zum ständigen Begleiter auf seinen ziellosen Streifzügen durch Paris. Halt findet er scheinbar bei Caroline und Emile, einem jungen französischen Paar, mit dem er sich anfreundet. Doch ihr Interesse an seiner Person scheint nicht ganz selbstlos zu sein...

Basierend auf eigenen Erfahrungen erzählt Nadav Lapid hintergründig und mit trockenem Humor von der Schwierigkeit, neue Wurzeln zu bilden. Der Versuch, zu sich selbst zu finden, weckt die bösen Geister der Vergangenheit und existenzielle Abgründe tun sich auf. Eine tragikomische Hommage an die Nouvelle Vague, ein rauschhafter Trip durch das Paris von heute, eine unsentimentale Geschichte über den Versuch, in einem neuen Leben anzukommen. Auf der Berlinale 2019 zeichnete die Wettbewerbsjury unter der Leitung von Juliette Binoche diesen mutigen Film mit dem Hauptpreis, dem Goldenen Bären, aus.

„Synonymes“ spielt mit kleinen Verneigungen vor den Klassikern des französischen Kinos. „Der letzte Tango in Paris“, „Jules und Jim“, die großen erotischen Urkonstellationen aus der Ära der Nouvelle Vague werden heraufbeschworen. (David Steinitz, Süddeutsche Zeitung)

Hauptdarsteller Tom Mercier ist eine echte Entdeckung. (…) Seine athletische Physis, sein hübsches Gesicht besitzen eine unkontrollierbare Anmut. (Andreas Busche, Tagesspiegel)

Der Film (…) geht auf eine gewitzte Weise mit seinem nicht eben leichtgewichtigen Thema um, steckt voller origineller Bildideen, komischer Situationen und skurriler Momente. (Berliner Zeitung)

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Originaltitel:
Synonymes
 
Frankreich/BRD/Israel 2019, 124 Min.
Regie:
Nadav Lapid (Policeman)
Drehbuch:
Haïm Lapid, Nadav Lapid
Kamera:
Shai Goldman
Darsteller:
Tom Mercier, Louise Chevillotte, Quentin Dolmaire, Uria Hayik, Gaël Raes u.a.
FSK:
Ab 12 Jahre

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