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Poster des Films Niemals Selten Manchmal Immer

Niemals Selten Manchmal Immer

Beschreibung des Films und Credits

Ein Besuch im örtlichen Schwangerschaftszentrum bestätigt der 17-jährigen Autumn, dass sie schwanger ist. Ungewollt. Das Informationsmaterial, das die Mitarbeiter des Zentrums ihr aushändigen, beschäftigt sich jedoch ausschließlich mit Mutterschaft und Adoption. Was Autumn eigentlich will, verstößt in ihrem Heimatstaat Pennsylvania gegen das Gesetz.
Mit der Adresse einer Abtreibungsklinik in Brooklyn im Gepäck steigt sie eines frühen Morgens zusammen mit ihrer Cousine und besten Freundin Skylar in den Bus nach New York City. Ihre Reise ist geprägt von Freundschaft, Mut und Mitgefühl.

Der Film, für den die amerikanische Independent-Regisseurin Eliza Hittman auf der Berlinale einen Silbernen Bären bekommen hat, behandelt in extremer Verdichtung und mit größter Umsicht ein Thema, das auch nach mehr als hundertjährigem Kampf um Geburtenkontrolle ein Minengelände ist. Nicht nur in den USA, wo konservative Staaten drohen, das im Grundsatz liberale Abtreibungsrecht auszuhebeln, sondern auch in Deutschland und auch in Teilen des protestantischen Spektrums, wo der Druck auf Abtreibungskliniken, Ärzte und Frauen wieder wächst.
Hittman agitiert nicht. Über weite Strecken folgt ihr Film den Protagonistinnen auf einer trostlosen Odyssee durch Busbahnhöfe, Hamburgerläden und Warteräume – in empathischen, sinnlichen Großaufnahmen, die jede Gefühlsregung registrieren, Enttäuschung, Angst, stille Entschlossenheit. An den Rändern, im Hintergrund fangen die Bilder aber noch mehr ein: Eltern, die ihre Kinder aufgegeben haben, Männer, die gewohnheitsmäßig Frauen bedrängen, eine Gesellschaft, die an den Bedürfnissen der Jugendlichen schlicht vorbeigeht. Und es sind dieser umfassende Blick und die subtile Erzählweise, die aus „Niemals Selten Manchmal Immer“ mehr als einen politischen: einen großen Film machen.
(Film des Monats Oktober – Begründung der Evangelische Filmjury)

Originaltitel:
Never Rarely Sometimes Always
 
GB/USA 2020, 102 Min.
Regie:
Eliza Hittman (Beach Rats)
Drehbuch:
Eliza Hittman
Bildgestaltung:
Hélène Louvart
Mit:
Sidney Flanigan, Talia Ryder, Théodore Pellerin, Ryan Eggold, Sharon Van Etten u.a.
FSK:
Ab 6 Jahre

Foto und Trailer zum Film

  • Foto aus Niemals Selten Manchmal Immer
Trailer sehen:
FSK: ab 0

Vorstellungen des Films

Poster des Films Niemals Selten Manchmal Immer
Im Caligari:

Sa 24.10.2020

So 25.10.2020

Mo 26.10.2020

Di 27.10.2020

Mi 28.10.2020

Im Orfeo:

Do 12.11.2020

So 15.11.2020

Mo 16.11.2020

OmU = Original mit dt. Untertiteln