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Donnerstag, 13. Dezember 2018

Leave no Trace

Foto aus Leave no Trace

Kriegsveteran Will lebt mit seiner 13-jährigen Tochter Tom als Obdachloser seit vielen Jahren unentdeckt in Forest Park, einem riesigen Waldgebiet am Rande von Portland, Oregon. Eine zufällige Begegnung führt zu ihrer Entdeckung und zur Betreuung durch die Sozialbehörde. Während Tom die Veränderung genießt und mit Neugier auf die sich bietenden sozialen Kontakte eingeht, wird Will von seinen Dämonen eingeholt. Er muss wieder aufbrechen, ins Freie, in die Einsamkeit. Die Frage ist, wie lange seine Tochter noch bereit sein wird, ihm zu folgen.

Debra Granik, die mit ihrem zweiten Spielfilm „Winter's Bone“ 2010 nicht nur einen Independent-Erfolg lancierte, sondern auch Jennifer Lawrence der Welt vorstellte, gelingt erneut die einfühlsame und vorurteilsfreie Erkundung einer Außenseiterperspektive. Ihr Film braucht für Will keine Diagnose, der vage Hinweis auf ein posttraumatisches Syndrom reicht aus, um der Figur emotionale Wucht und Glaubwürdigkeit zu verleihen. Ben Foster macht in einem wunderbar beherrschten Auftritt sichtbar, dass für Will schon das reine Weiterleben einer beschwerlichen Wanderung gleichkommt. Seine Tochter liebt er so selbstverständlich, dass er ihr Recht auf Freiheit respektieren wird. (epd film)

Das präzise Drama erzählt so differenziert wie schlüssig von der Selbstfindung einer Jugendlichen und den Integrationsproblemen eines US-Veteranen, der keinen Platz in der Gesellschaft findet. Die zärtlich-fürsorgliche Beziehung der beiden Protagonisten wird dabei einfühlsam ins Bild gesetzt. (film-dienst)

 
USA 2018, 109 Min.
Regie:
Debra Granik (Winter's Bone)
Drehbuch:
Debra Granik, Anne Rosellini nach dem Buch von Peter Rock
Kamera:
Michael McDonough
Darsteller:
Ben Foster (Hell or High Water), Thomasin McKenzie, Dale Dickey, Jeff Kober, Jeff Rifflard u.a.
FSK:
Ab 6 Jahre

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