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Donnerstag, 13. Dezember 2018

In My Room

Foto aus In My Room

Armin ist Mitte 30, lebt in Berlin, ist Freiberufler, ungebunden und in jeder Hinsicht auf der Suche. Nur zu seiner Großmutter hat Armin eine engere Bindung. Um ihr Sterben zu begleiten, kehrt er nach Hause zurück, in seine alte Heimat, wo sich wenig geändert hat. Am Tag nach dem Tod der Großmutter wacht er auf und ist allein auf der Welt. Die Menschen scheinen sich in Luft aufgelöst zu haben. Er konzentriert sich ganz auf das Überleben, doch dann läuft ihm eines Tages eine Art Eva in Gestalt von Kirsi über den Weg. Für einige Zeit bildet das Paar eine Gemeinschaft, doch dieser Zustand ist nicht von Dauer.

Regisseur Ulrich Köhler über seinen Film:
Wie die Hauptfigur Armin bin ich – und viele andere meiner Generation – in einem liberalen Elternhaus ohne existentielle Nöte aufgewachsen. Weder die Berufswahl noch die Gründung einer Familie waren Automatismen, der Raum des Möglichen schien unbegrenzt. Das Gefühl jederzeit neu anfangen zu können, gehört genauso zu meiner Identität, wie die Weigerung sich materialistischer Logik und Sicherheitsdenken zu unterwerfen. Doch mit dem Älterwerden wird der Raum des Möglichen schnell enger. Sich nicht festzulegen wie Armin, bedeutet nicht, dass alle Türen offen bleiben. Die Zwänge unserer Generation sehen vielleicht anders aus, aber sind wir so viel freier als unsere Eltern? Worin liegt diese Freiheit? Unsere Würde hängt daran, dass wir glauben, unsere Biografien selbst gestalten zu können.

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BRD/Italien 2018, 120 Min.
Regie:
Ulrich Köhler (Schlafkrankheit, Montag kommen die Fenster, Bungalow)
Drehbuch:
Ulrich Köhler
Kamera:
Patrick Orth
Darsteller:
Hans Löw, Elena Radonicich, Michael Wittenborn, Ruth Bickelhaupt, Emma Bading u.a.
FSK:
Ab 12 Jahre

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