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Sonntag, 20. Oktober 2019

Ich war zuhause, aber …

Foto aus Ich war zuhause, aber …

Ein 13-jähriger Junge taucht eine Woche nach seinem rätselhaften Verschwinden ohne Erklärung wieder auf. Seine alleinerziehende Mutter gerät durch das Vorkommnis noch weiter aus dem Gleichgewicht und zeigt nicht nur im Alltag, sondern auch in ihrem Beruf als Lehrerin an einer Kunsthochschule zusehends Anzeichen der Überforderung.

Der elliptische, sich jeder narrativen Einordnung widersetzende Film stellt mittels Kamera und Montage offensiv seinen Widerstand gegen das konventionelle Erzählen aus. Während er in seinen Tableaus eine faszinierende Vielfalt von philosophischen, ästhetischen und filmhistorischen Verweisen andeutet, weckt die theatralische Inszenierung nachhaltig Distanz zu allem, was gezeigt und gesagt wird. (film-dienst)

… ein rätselvoller Film, der die „Lügen“ des Kinos thematisiert und jede Anmutung von Natürlichkeit vermeidet. Schon in ihren früheren Arbeiten hatte Angela Schanelec Wahrhaftigkeit durch Stilisierung angestrebt. (…)
Melancholie und Empathie. Das war das Thema bei Robert Bresson, seinem Film „Zum Beispiel Balthasar“ (1966), und das ist auch Thema beim Japaner Yasujiro Ozu, dessen Film „Ich wurde geboren, aber...“ (1932) Schanelec mit ihrem Titel zitiert. Auch Bresson war ein Gegner falscher Natürlichkeit im Kino. (epd film)

Ausgezeichnet mit dem Silbernen Bär der Berlinale für die Beste Regie.

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BRD 2019, 105 Min.
Regie:
Angela Schanelec (Orly, Marseille, Mein langsames Leben, Plätze in Städten)
Drehbuch:
Angela Schanelec
Kamera:
Ivan Markovic
Schnitt:
Angela Schanelec
Darsteller:
Maren Eggert, Jakob Lassalle, Clara Möller, Franz Rogowski, Lilith Stangenberg u.a.
FSK:
Ab 6 Jahre

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