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Sonntag, 27. Mai 2018

Eldorado

Foto aus Eldorado

„Das Einzige, was uns am Ende bleibt, sind Erinnerungen, die auf Liebe basieren.“
Es ist eine solche Erinnerung, die den preisgekrönten Regisseur Markus Imhoof sein Leben lang begleitet hat: Es ist Winter, die Schweiz ist das neutrale Land inmitten des Zweiten Weltkriegs und Markus Imhoofs Mutter wählt am Güterbahnhof ein italienisches Flüchtlingskind aus, um es aufzupäppeln. Das Mädchen heißt Giovanna – und verändert den Blick, mit dem der kleine Markus die Welt sieht.
70 Jahre später kommen wieder Fremde nach Europa. Markus Imhoof hat Giovanna nie vergessen, hat ihre Spuren verfolgt und in ihrem Land gelebt. Nun geht er an Bord eines Schiffes der italienischen Marine, es ist die Operation „Mare Nostrum“, in deren Verlauf mehr als 100.000 Menschen aus dem Mittelmeer gezogen werden. Mit den Augen des Kindes, das er damals war, spürt er den Fragen nach, die ihn seit jeher umtreiben.

Dem Schweizer Regisseur gelingt es mit erzählerischer Zurückhaltung einen empathischen, aufwühlenden Film zu drehen. (programmkino.de)

Die Nahaufnahme bis ins Privat-Biografische hinein imprägniert „Eldorado“ gegen die populistisch entpersonalisierende und katastrophische Rede von der Flüchtlingswelle. (Christiane Peitz, Der Tagesspiegel)

Trailer anschauen

 
Schweiz/BRD 2018, 95 Min.
Regie:
Markus Imhoof (More than Honey, Die Reise)
Drehbuch:
Markus Imhoof
Kamera:
Peter Indergand
FSK:
Ab 6 Jahre
 
Dokumentarfilm
 
Ausführliche Besprechung bei programmkino.de