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Mittwoch, 19. Juni 2019

Britt-Marie war hier

Foto aus Britt-Marie war hier

40 Jahre dasselbe Leben, dieselbe Routine, dieselben Listen, die man Tag für Tag arbeitet. Eintönig, aber irgendwie auch heimelig – zumindest für Britt-Marie, deren Leben sich erst ändert, als ihr Mann Kent einen Herzinfarkt hat und herauskommt, dass er sie betrügt. Sie verlässt ihn und sucht im Alter von 63 Jahren Arbeit. Die findet sie auch – und zwar als Fußballtrainerin einiger Kids in dem kleinen Örtchen Borg. Natürlich hat Britt-Marie keine Ahnung, was sie überhaupt macht. Aber wie bei allem in ihrem Leben stellt sie sich auch dieser neuen Aufgabe mit Hingabe.

Die Verfilmung des Romans von Fredrick Backman ist ein ruhiger Film, passend zu dem kleinen Örtchen, in dem er spielt. Dieses wird von einer Vielzahl interessanter, dreidimensionaler Figuren bewohnt, die im Wechselspiel mit der Protagonistin allesamt ihre kleinen Macken und Eigenheiten offenbaren. All das macht das Figuren-Ensemble und damit auch die Geschichte sehr authentisch, und das umso mehr, da es um sehr reale Ängste und Probleme geht. Denn in seinem Kern geht es um das Älterwerden und die damit einhergehende Angst, allein zu sein. Weil man keine Möglichkeiten mehr hat oder schlichtweg der Mut fehlt, sich in diesem Alter noch einmal selbst zu erfinden. Aber der Film zeigt auf angenehme und sympathische Art und Weise, dass es nie zu spät ist, das Ruder noch einmal herumzureißen. (programmkino.de)

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Originaltitel:
Britt-Marie var här
 
Schweden 2019, 97 Min.
Regie:
Tuva Novotny
Drehbuch:
Anders Frithiof August, Øystein Karlsen, Tuva Novotny
Kamera:
Jonas Alarik
Darsteller:
Pernilla August, Vera Vitali, Peter Haber, Olle Sarri, Mahmut Suvakci u.a.
FSK:
Ohne Altersbeschränkung

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