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Donnerstag, 23. Mai 2019

Bildbuch

Foto aus Bildbuch

In Jean-Luc Godards „Bildbuch“ verschmelzen Realität und Fiktion. Der inzwischen 88-jährige nimmt sich für ihren neuesten Film alle nur erdenklichen künstlerischen Freiheiten und kreiert einen collagenartigen Gedankenfluss, der mitreißt. Voraussetzung: man lässt sich voll und ganz darauf ein und ist offen für Experimentelles. Das bildgewaltige, essayistische Werk untersucht die Verantwortung der Kunst, die Folgen gewaltverherrlichender Bilder und das Abgründige im Menschen. (programmkino.de)

Poetisch, melancholisch, universell gültig und gleichzeitig sehr persönlich, ist „Bildbuch“ ein hypnotischer Strom von Bildern, Gedanken und Zitaten. Ein „Jahrhunderwerk“, wie der Filmkritiker Bert Rebhandl bemerkte, für das Godard 2018 in Cannes die Palme d'or speciale verliehen bekam.

Das digital verfremdete Material aus der Filmgeschichte, von Youtube oder simplen Handyaufnahmen wird mit Fragmenten aus Literatur, Film und Kunst zu einem mäandernden Bewußtseinsstrom verschmolzen, der zu vielfältigsten Überlegungen Anlass gibt und auch durch seine stereophonische Gestaltung formal begeistert. (film-dienst)

Die erste Überraschung lautet, wie gegenwärtig dieser Film des 87-Jährigen ist. Voll Zorn darüber, dass die Menschheit Trost in falschen Heilsversprechungen sucht und davorsteht, die Demokratie an die ,Idioten an der Macht‘ zu verraten. (Dominik Kamalzadeh, Der Standard)

Godard erfindet das Kino, dessen Ende er schon in den sechziger Jahren prophezeit hat, noch einmal neu, aus der Geschichte des Films und der Gegenwart der Welt heraus. Er nutzt die digitale Technik in zuvor nicht gesehener Weise, schafft ein flirrendes und irritierendes Werk, das lange nachwirkt. (Susanne Ostwald, Neue Zürcher Zeitung)

Trailer anschauen

Originaltitel:
Le livre d'image
 
Schweiz/Frankreich 2018, 85 Min.
Regie:
Jean-Luc Godard (Außer Atem - À bout de souffle, Die Verachtung - Le mépris, Alphaville, Week-end, Détective, Film socialisme)
Drehbuch:
Jean-Luc Godard
Kamera:
Fabrice Aragno
Schnitt:
Jean-Luc Godard
FSK:
Ab 12 Jahre
 
Filmessay
 
Jean-Luc Godard hat die deutsche Fassung selbst auf deutsch eingesprochen