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Montag, 25. Juni 2018

3 Tage in Quiberon

Foto aus 3 Tage in Quiberon

Im Frühjahr 1981 befindet sich der Weltstar Romy Schneider in dem kleinen bretonischen Kurort Quiberon, um sich dort vor ihrem nächsten Filmprojekt ein wenig Ruhe zu gönnen. Trotz ihrer negativen Erfahrungen mit der deutschen Presse willigt die Schauspielerin in ein Interview mit dem STERN-Reporter Michael Jürgs ein, zu dem der von Romy Schneider geschätzte Fotograf Robert Lebeck die dazugehörige Fotostrecke liefert.
Drei Tage verbringt das Quartett zusammen, drei Tage, in denen viel geredet und fotografiert, geraucht und getrunken wird, in denen sich Schneider, teils freiwillig, teils durch die provokanten Fragen Jürgs' aus der Reserve gelockt, in einem Maße offenbart wie sie das noch nie getan hatte. Und nie wieder tun würde, denn kaum ein Jahr nach den Tagen in Quiberon starb Schneider mit nur 43 Jahren, vermutlich an einer Überdosis Schmerztabletten.

Das im April 1981 veröffentlichte Interview und die dazugehörigen Fotos, die Lebeck von Schneider machte, wurden durch die Umstände zu einer Art Vermächtnis, zu einem letzten, intimen Blick in ein abwechslungsreiches, vielfältiges, aber auch tragisches Leben, dass seit frühen Tagen stets im Blick der Öffentlichkeit stattfand.

Emily Atefs in schwarz-weiß gedrehtes Leinwandepos ist nicht nur das Porträt einer hochbegabten, sensiblen Frau in all ihrer Widersprüchlichkeit, sondern stellt ganz allgemein die Frage nach dem Spannungsverhältnis zwischen öffentlicher und privater Person.

Romy bleibt tollkühn. Das zeigt Marie Bäumer exzellent, trunken und hellsichtig, taumelnd zwischen Schwermut und Leichtsinn. (Der Tagesspiegel)

Marie Bäumer spielt die Rolle ihres Lebens. Fast schon beängstigend authentisch verkörpert sie die große Romy Schneider in einer ihrer letzten Lebensphasen. (3sat Kulturzeit)

Marie Bäumer ist unglaublich in dieser Rolle. Es ist nicht nur die Ähnlichkeit, sie verkörpert grandios die Widersprüche einer sensiblen Frau voller Extreme.
Ein sehr bewegender Film mit großartigen Bildern. (ZDF Heute Journal)

Ausgezeichnet mit 7 deutschen Filmpreisen (Lolas):
Bester Spielfilm
Beste Regie: Emily Atef
Beste weibliche Hauptrolle: Marie Bäumer
Beste weibliche Nebenrolle: Birgit Minichmayr
Beste männliche Nebenrolle: Robert Gwisdek
Beste Kamera/Bildgestaltung: Thomas W. Kiennast
Beste Filmmusik: Christoph M. Kaiser & Julian Maas

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Österreich/Frankreich/BRD 2018, 116 Min., s/w
Regie:
Emily Atef (Das Fremde in mir)
Drehbuch:
Emily Atef
Kamera:
Thomas W. Kiennast
Darsteller:
Marie Bäumer, Birgit Minichmayr, Charly Hübner, Robert Gwisdek, Denis Lavant, Christopher Buchholz, Vicky Krieps u.a.
FSK:
Ohne Altersbeschränkung

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