Das Leben ist zu lang

Der jüdische Regisseur Alfi Seliger ist ein liebenswerter Loser. Seit Jahren hat er keinen Film gedreht und geht mit einer absurden Drehbuchidee mittlerweile allen auf den Keks. Alles läuft schief, beruflich wie privat. Das ist zuviel für Alfi und er beschließt sich das Leben zu nehmen. Doch wenn alles schief geht, dann auch wirklich alles. Auch der Selbstmord! Das Leben, das er nun vorfindet ist nicht mehr so, wie es einst war.
Nicht nur der Name des Protagonisten ist von Woody Allen entlehnt. Alvy Singer, der Stadtneurotiker und der klassische Humor der Woody-Allen-Komödien standen offenbar Pate für diese wahrhaftige Filmkomödie. Die Gags fruchten, die Handlung läuft wie ein Uhrwerk ab und nebenher gibt sich das „Who is Who“ des deutschen Films die Klinke in die Hand. Was als leichte Komödie beginnt, wandelt sich in eine Mischung aus Zurschaustellung der Psyche und buntem Phantasien über einen Menschen zwischen Überambitionen und realistischem Versuch etwas zustande zu bringen. Markus Hering entpuppt sich als komödiantisches und tragisches Talent. Nicht zuletzt erzählt dieser Film wahrscheinlich auch ganz schön viel vom Regisseur Dani Levy, gibt – unter dem Deckmantel der Gags – ein Stück des Fegefeuers der Eitelkeiten preis, welches auch dem deutschen Film nicht völlig fremd zu scheinen bleibt.
- Land/Jahr:
- BRD 2010, 87 Min., Scope
- Regie:
- Dani Levy (Alles auf Zucker, Mein Führer)
- Drehbuch:
- Dani Levy
- Kamera:
- Carl-Friedrich Koschnick
- mit:
- Markus Hering, Meret Becker, Veronica Ferres, Hans Hollmann, Udo Kier, Elke Sommer, Yvonne Catterfeld, Heino Ferch, Steffen Groth, Justus von Dohnanyi u.a.
- FSK:
- Ab 12 Jahre
- So 5.9.2010
17.15, 19.30 - Mo 6.9.2010
19.30 - Di 7.9.2010
19.30 - Mi 8.9.2010
19.30
- Do 16.9.2010
20.15 - Fr 17.9.2010
20.15 - Sa 18.9.2010
18.00, 20.15 - So 19.9.2010
18.00, 20.15 - Mo 20.9.2010
20.15 - Di 21.9.2010
20.15 - Mi 22.9.2010
18.00
