Mr. Nobody

Nach langjähriger kreativer Pause überrascht Jaco Van Dormael in seinem neuen Film mit einem philosophisch-komplexen Blick auf die existenzielle Frage Schicksal oder Selbstbestimmung. Es geht darum, ob der Mensch sein eigenes Leben planen kann, oder ob doch der Zufall dessen Verlauf bestimmt.
Nemo Nobody lebt mit seiner Frau Elise und seinen drei Kindern ein ganz alltägliches Leben. Doch eines Tages verändert sich alles, als er plötzlich im Jahr 2092 als 120-jähriger Mann aufwacht. Nemo ist plötzlich nicht nur der älteste Mann auf der Erde, sondern auch der letzte sterbliche Mensch in einer Zivilisation, in der niemand mehr stirbt. Für jeden anderen wäre diese Erfahrung verstörend, doch ihn interessiert nur die Frage, ob er das richtige Leben gelebt hat, die richtige Frau geliebt hat und die Kinder hatte, welche er haben sollte. Und er setzt sich zur Aufgabe, dieser Frage nachzugehen.
„Mr. Nobody“ berauscht, ja: überflutet mit der Bildgewalt seiner Welt und seiner Erzählraffinesse. Diese Welt erinnert mal an „12 Monkeys“, zitiert „2001 – Odyssee im Weltraum“, verirrt sich scheinbar unwiderruflich in Parallelleben wie in Alejandro Amenábars „Abre los ojos“. Der Film begeistert durch die Dichte der Idee und der Bilder, durch einen eindrucksvollen Cast oder den ebenso leichten, wie treffenden Pop-Soundtrack. (programmkino.de)
- Land/Jahr:
- BRD/Frankreich/Belgien/Kanada 2009, 139 Min., Scope
- Regie:
- Jaco van Dormael (Toto der Held, Am achten Tag)
- Drehbuch:
- Jaco van Dormael
- Kamera:
- Christophe Beaucarne
- mit:
- Jared Leto, Sarah Polley, Toby Regbo, Diane Kruger, Juno Temple, Linh Dan Pham, Rhys Ifans u.a.
- FSK:
- Ab 12 Jahre
- Ausführliche Besprechung bei programmkino.de
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