Moon

Duncan Jones, Sohn von David Bowie, hat einen sympathisch altmodischen Science-Fiction gedreht, in dem es um alternative Energien, Gentechnik, Ethik und die Großindustrie geht. Der Film verzichtet auf Action und ausgeklügelte Computereffekte und zeichnet sich durch liebevolle Modellanimationen und ein intelligentes Drehbuch aus. (programmkino.de)
Der Astronaut Sam Bell (Sam Rockwell) steht kurz vor dem Ende seines Dreijahresvertrages mit der Firma Lunar. Er ist als einziger Mensch auf dem Mond „Selene“ stationiert, wo er den Abbau von Helium-3 überwacht. Die Einsamkeit hat ihm Zeit gegeben, sich Gedanken über die Fehler seiner Vergangenheit zu machen, den Job führt er nur noch mechanisch aus. Aber zwei Wochen vor seiner Abreise beginnt er seltsame Dinge zu sehen und zu hören. Nachdem eine Routinekontrolle katastrophal schief geht, entdeckt er, dass Lunar ganz eigene Vorstellungen von seinem Verbleib hat. Als dann noch ein Doppelgänger auftaucht und Lunar einen bewaffneten Aufklärungstrupp schickt, wird Sam klar, dass seine Rückkehr zur Erde in Frage steht.
Unter Science-Fiction-Traditionalisten gelten die 70er Jahre als das letzte gute Jahrzehnt. Mit Beginn der 80er Jahre waren dann Industrial Light & Magic und Dolby Surround das Maß aller Dinge; antiseptische Paranoia-Filme passten mit ihren eigenwilligen Zukunftsbildern nicht mehr zum Blockbuster-Kino, in dem die Zukunft per Definition spektakulär aussehen musste. Das Genre verkam zum Austragungsort reiner Materialschlachten. Duncan Jones' Regiedebüt „Moon“ nun ist eine Hommage an das Science-Fiction-Kino der 60er und 70er Jahre. (epd film)
- Land/Jahr:
- GB 2009, 96 Min., Scope
- Regie:
- Duncan Jones
- Drehbuch:
- Nathan Parker
- Kamera:
- Gary Shaw
- Musik:
- Clint Mansell
- mit:
- Sam Rockwell, Kaya Scodelario, Dominique McElligott, Matt Berry, Malcolm Stewart u.a.
- FSK:
- Ab 12 Jahre
- Ausführliche Besprechung bei programmkino.de
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